Zweifel an Unschädlichkeit des Plastikzusatzstoffs

Dänemark verbietet Bisphenol A in Babysaugern

Dänemark hat als erstes Land in der EU den Plastikzusatzstoff Bisphenol A in Babysaugern (Schnuller und Sauger an Flaschen) und in Verpackungsmaterialien für Babynahrung verboten. Wie der für Lebensmittel zuständige Minister Henrik Höegh mitteilte, gilt dies solange, bis jegliche Zweifel an der Ungefährlichkeit des Stoffes ausgeräumt sind.

Höegh begründete das Verbot mit dem Ergebnis einer umfassenden Tierversuchsreihe. Diese habe keinen Nachweis erbracht, dass Bisphenol A keine negativen Auswirkungen auf die Lernfähigkeit neugeborener Ratten habe. Die Unsicherheit gelte auch für kleinste Mengen. Daher habe sich die Regierung entschlossen, das Vorsichtsprinzip walten zu lassen, so der Minister gegenüber dem Dänischen Rundfunk.

Der weit verbreitete Plastikzusatzstoff steht seit langem im Verdacht, das Nervensystem von Babys und Kleinkindern zu schädigen sowie deren Entwicklung negativ zu beeinflussen. Bisphenol A steht außerdem im Verdacht, krebserregend zu sein. Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass der unter anderem auch in Plastiktrinkflaschen, CDs und Elektronik enthaltene Stoff Auswirkungen auf den Hormonhaushalt von Lebewesen hat.