Erster Herzkatheter-Roboter im Linzer AKH

Erster Herzkatheter-Roboter im Linzer AKH

Anders als beim herkömmlichen Eingriff steuert der behandelnde Kardiologe den Katheter nicht per Hand, sondern mittels einer 3-D-Maus, was eine genauere Positionierung möglich macht. Neben der reduzierten Strahlenbelastung ist eine bessere Durchdringung des Gewebes möglich. Dadurch könnten auch schwer zugängliche Regionen des Herzens verödet werden, erklärten Oberarzt Clemens Steinwender und der Vorstand der Abteilung Innere Medizin, Primar Franz Leisch.

Seit 23. November wurden im Linzer Krankenhaus bereits fünf Eingriffe mit dem neuen Robotersystem vorgenommen, so Steinwender. Pro Jahr schätzt er den Bedarf auf bis zu 300 Patienten im AKH. Vor allem ältere Menschen zwischen 50 und 60 Jahren würden an Vorhofflimmern, der häufigsten Form von Herzrhythmusstörungen, leiden. Herzrasen und ein hoher Puls seien die Anzeichen für diese Erkrankung, die in den letzten Jahren aufgrund der Bevölkerungsentwicklung zunehmen würde. Ohne eine Behandlung besteht die Gefahr, dass es bei den Betroffenen zu einer Herzschwäche und einem Schlaganfall komme, so der Oberarzt.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum