So versteckt sich Zucker in Lebensmitteln

Kalorienbombe

So versteckt sich Zucker in Lebensmitteln

"Konsument" warnt vor irreführender Aufschrift wie etwa "zuckerreduziert".

Verarbeitete Lebensmittel sind häufig Zuckerbomben, selbst wenn sie durch ihre Aufmachung signalisieren, "gesund" oder "schlank" zu sein. Darauf macht das Magazin Konsument in seiner Oktober-Ausgabe aufmerksam. Auslobungen wie "ohne Zuckerzusatz", "zuckerreduziert" oder "light" sagen nichts über den Zuckergehalt aus, warnen die Konsumentenschützer.

Nicht fett, aber zuckersüß
Wer Kalorien sparen möchte, kauft gern fettreduzierte Milchprodukte. Viele dieser Joghurts, Milchmisch- und Molkegetränke sind aber stark gesüßt. Ein Trinkjoghurt Vanille mit 0,1 Prozent Fett (New Lifestyle von Hofer) oder ein Molkedrink Apfel Karotte 0,1 Prozent Fett (Nöm Fasten) bringen es laut den Testern beispielsweise auf elf bzw. zehn Stück Würfelzucker pro Viertelliter.

Ein Smoothie mit Mango, Banane und Apfelmark (Alnatura) ohne extra Zuckerzusatz erweist sich dennoch als stark zuckrig: In 330 Milliliter sind 46,2 Gramm Zucker enthalten, mehr als 90 Prozent der Menge, die eine erwachsene Frau pro Tag laut WHO aufnehmen sollte. Auch ein ohne zusätzlichen Zucker erzeugter Multivitaminsaft (Clever) bringt es auf rund zehn Stück Würfelzucker in einem Viertelliter. In beiden Fällen stammt die Süße aus den Früchten.

"Fruchtsäfte und Smoothies enthalten im Vergleich zu Limonaden auch Mineralstoffe und Vitamine. Geht es aber alleine nach dem Zuckergehalt, ist der Unterschied zwischen Limonaden und Fruchtsäften bzw. Smoothies gering", meinen die Tester. Ihre Empfehlung: "Verdünnen oder weniger davon trinken."

So süßen Sie natürlich: 1/8
Vollrohrzucker
Wird aus getrocknetem Zuckerrohrsaft gewonnen und ist weder raffiniert noch kristallisiert – lässt sich gut in Schokolade einarbeiten.


Selbst sogenannte Near-Water-Getränke können Zucker enthalten: Laut Konsument liefern 250 Milliliter Vöslauer Balance Ananas-Grapefruit immer noch rund drei Stück Würfelzucker.

Auch Müsliriegel und Fruchtschnitten, Frühstücksmüsli und -flocken haben laut "Konsument" meist einen hohen Zuckergehalt: In 30 Gramm Nestle Fitness Fruits finden sich laut Berechnungen der Konsumentenschützer ebenfalls knapp drei Zuckerwürfel. Süße versteckt sich selbst dort, wo man nicht damit rechnet, in sauer eingelegtem Gemüse etwa. Spar Natur Pur Bio-Rote Rüben bringen es in 100 Gramm auch auf drei Stück Zucker.

Maximal 60 Gramm Zucker täglich
Erwachsene sollten laut Ernährungsexperten pro Tag maximal 50 bis 60 Gramm Rüben- oder Rohrzucker aufnehmen. Viel Süßes erhöht die Gefahr von Übergewicht, Stoffwechselstörungen und Karies. Wer wissen will, wie viel Zucker zugesetzt wurde, muss die Zutatenliste studieren. Dort kann Süße auch als Saccharose angeführt sein. Weitere Zuckerarten scheinen als Fruktose, Glukose(sirup), Traubenzucker oder Dextrose, Maltose oder Malzzucker auf.

Ob zugesetzt oder natürlicherweise enthalten, ob Haushalts-, Frucht-, Trauben oder anderer Zucker: Alle liefern vier Kilokalorien pro Gramm.

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