Hilfe gegen Hitzewallungen

Natürliche Tipps

Hilfe gegen Hitzewallungen

Eine der Schattenseiten heißer Sommertage: Wir schwitzen! Bei etwa einem Drittel aller Frauen zwischen 45 und 55 haben die Schweiß-Attacken jedoch nichts mit sommerlicher Hitze zu tun: Hitzewallungen zählen zu den unangenehmsten Begleiterscheinungen der Wechseljahre.

Umstellungsphase
Doch wie kommt es überhaupt dazu? Nun: Während der Wechseljahre, die bei Frauen meist zwischen 45 und 55 Jahren auftreten, stellen sich die Hormone um. Dabei bildet der Körper immer weniger Östrogen, was eine Vielfalt von Beschwerden mit sich bringen kann.

Zu den häufigsten zählen Hitzewallungen, Schweißausbrüche, seelische Verstimmungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme und Schwindelanfälle.

Bewährtes aus der Natur: 1/6
Traubensilberkerze Die Extrakte aus dem Wurzelstock dieser Pflanze zählen zu den sogenannten pflanzlichen Östrogenen. Sie wirken wie körpereigene Östrogene, haben aber nicht die Nebenwirkungen von Hormonpräparaten.
Soja Asiatische Frauen kennen kaum Wechseljahresbeschwerden.  Wahrscheinlich auch deshalb, weil sie viele Sojaprodukte (wie Tofu) konsumieren. Offenbar wirken Soja-Isoflavone wie pflanzliche Östrogene. Die empfohlene Dosierung: Mindestens 60 Milligramm pro Tag.
Mönchspfeffer Vor allem zu Beginn der Menopause - wenn der Zyklus noch nicht endgültig aufgehört hat - hilft dieses Pflanzenpräparat bei hormonellen Imbalancen. Es regt auf natürliche Weise die Produktion des Sexualhormons Progesteron an und aktiviert die Eierstöcke.
Johanniskraut Sind Hitzewallungen mit depressiven Stimmungen verbunden, bewährt sich diese Pflanze. Es muss täglich eingenommen werden. Die stimmungsaufhellende Wirkung zeigt sich nach etwa zwei Wochen.
Rotklee Die bei uns heimische Pflanze liefert ebenfalls pflanzliche Hormone. Sie enthält ähnliche Stoffe wie Soja.
Salbei Geht es vor allem ums Schwitzen, ist Salbei hilfreich. Als Tee kurmäßig drei bis vier Wochen (täglich 2 Tassen) trinken - warm, ohne Zucker und schluckweise. Für akute Schweißausbrüche eignen sich Fertigpräparate besser.

Die Umstellung des weiblichen Hormonhaushaltes in den Wechseljahren verläuft bei jeder Frau ganz individuell: „Jede dritte Frau zeigt starke Symptome, anderen macht die Umstellung kaum zu schaffen“, weiß Pharmazeut und Vitalstoffexperte Norbert Fuchs. Die gute Nachricht: Gerade in schwachen bis mäßig ausgeprägten Fällen gibt es jede Menge sanfte Methoden, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen: „Insbesondere Hitzewallungen und Nachtschweiß kann man mit pflanzlichen Medikamenten gut lindern“, weiß Experte Norbert Fuchs.

Bewährt haben sich pflanzliche Hormone (etwa aus Sojaprodukten) sowie Salbei und B-Vitamine.

Gesunder Lifestyle
Aber auch ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, Wechselbeschwerden und insbesondere Schweißausbrüche zu lindern. So etwa ist es ratsam, mehr Zeit in sportliche Aktivitäten zu investieren: „Durch Bewegung wird die reizadäquate Stimulierung der Schweißdrüsen angeregt und unmotiviertes Schwitzen dadurch vermieden“, erklärt Experte Fuchs. Ideal: Drei Mal pro Woche etwa 45 Minuten lang Walken, Radfahren oder Schwimmen.

Ich kann nicht schlafen: Was soll ich tun?: 1/4
Ich wache gegen drei Uhr auf und kann nicht mehr einschlafen. Was kann ich tun? Nachts verarbeitet das Gehirn alle Tagesprozesse. Werden ihm dabei die Probleme zu viel, hängt es sich - ähnlich wie bei einem PC mit Overflow - auf. Damit das nicht zu Gewohnheit wird, sollten Sie Ursachenforschung betreiben: Was ist der Grund für die gedankliche Überlastung? Im Akutfall sorgen Sätze wie "Es stört mich nicht, wach zu sein“ für Gelassenheit.
Ich wache oft total verschwitzt auf. Was stimmt da nicht? Bei Frauen ab 45 kann das am Wechsel liegen: Nachtschweiß ist typisch für die hormonelle Umstellung. Neben Salbei helfen hier auch Vitamine der B-Gruppe (fördern die Bildung des Schlaf-Hormons Melatonin).
Ich werde beim kleinsten Geräusch wach. Was hilft? Manchen Menschen helfen Entspannungsübungen vor dem Einschlafen dabei, weniger geräuschempfindlich zu werden. Oder Sie verwenden Ohrstöpsel.
Ich muss nachts oft auf die Toilette. Kann mein Schlaf so überhaupt erholsam sein? Wenn Sie sich am nächsten Tag ausgeschlafen fühlen, ist das kein Problem. Hilfreich: Zwei Stunden vor dem Schlafen nicht mehr trinken. Und: Am Weg zum Klo kein helles Licht anmachen - das ist ein Warnsignal!

Auch gut: Morgendliche Wechselduschen oder warmkalte Fußbäder machen - und dabei immer mit kaltem Wasser aufhören. Auch regelmäßiges Schwitzen in der Sauna ist ein bewährtes Mittel, um Hitzewallungen vorzubeugen. Und auch die richtige Ernährung trägt dazu bei, sich wohler zu fühlen: Meiden Sie Koffein und Alkohol im Übermaß. Beides kann den Östrogenspiegel absenken und damit den inneren Temperatur-Regler irritieren. Wer unter Hitzewallungen leidet, sollte aus demselben Grund auch auf Nikotin verzichten.

Leicht essen
Leichte, vitaminreiche Kost beugt Übergewicht vor und reduziert ebenfalls Schweiß-Attacken: Nehmen Sie daher viel frisches Obst (auch als Saft!), saisonales Gemüse, Kräuter, Pflanzenöle, Vollkorn- und Milchprodukte in Ihren Speiseplan auf und reduzieren Sie dafür rotes Fleisch sowie andere tierische Fette. Und gerade im Sommer: Viel Wasser trinken!

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