Cannabis lässt IQ schrumpfen

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Cannabis lässt IQ schrumpfen

Cannabis zu rauchen macht nach einer US-Studie dumm - vor allem junge Menschen. Forscher um Madeline Meier von der Duke University in Durham (Bundesstaat North Carolina) fanden in einer fast 40 Jahre andauernden Studie heraus, dass Hanfkonsum das zentrale Nervensystem unwiderruflich schädigen und den Intelligenzquotienten (IQ) senken kann. Das berichten sie im US-Journal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

Nach Angaben der Wissenschafter nimmt der IQ umso stärker ab, je früher die Menschen beginnen, Cannabis zu sich zu nehmen. Bei dauerhaften Konsumenten stellten sie fest, dass sich bestimmte Bereiche des Gehirns deutlich verschlechterten und dieser Zustand über Jahre anhält. Darüber hinaus zeigten ihre Untersuchungen, dass Langzeit-Kiffer mehr Probleme haben, sich zu konzentrieren oder sich an etwas zu erinnern.

So tickt das Gehirn: 1/5
Steuerzentrale Gehirn Das Gehirn ist die Steuerzentrale des Körpers. In ihm entstehen alle Gedanken - Umgebung wird damit wahrgenommen, man merkt sich Dinge und lernt dazu. Gefühle wie Freude, Trauer oder Wut entstehen im Gehirn.
Die Aufgaben des Gehirns Jeder Bereich im Gehirn hat seine eigene Aufgabe und steht mit allen Teilen des Körpers in Verbindung.
  • Tasten
  • Bewegung
  • Denken, Fühlen
  • Sprechen
  • Hören
  • Hirnstamm
  • Kleinhirn: Bewegung, Orientierung
  • Sehen
Schreiben Die meisten Menschen schreiben besser mit rechts, einige aber mit links. Auf jeden Fall steuert jeweils die entgegengesetzte Gehirnhälfte die Bewegung der Hand: die linke Gehirnhälfte beim Rechtshänder - die rechte Gehirnhälfte beim Linkshänder.
Gehirn und Körper Das Gehirn ist mit dem übrigen Körper über das Rückenmark verbunden. Von ihm zweigen Nervenbahnen in alle Teile des Körpers ab. Sie übermitteln die Befehle des Gehirns als elektrische Signale und Botschaften.
Reflexe Das Gehirn steuert aber nicht alles. Automatische Muskelbewegungen werden Reflexe genannt.


Insbesondere Jugendliche laufen der Studie zufolge Gefahr, zu dauerhaften Konsumenten zu werden, je früher sie in Kontakt mit der Droge kommen. Auch ihr IQ nahm deutlich ab. Das jugendliche Gehirn ist nach Angaben der Forscher nicht in der Lage, sich völlig von den Folgen zu erholen. Während des Wachstums mache das Gehirn von Jugendlichen entscheidende Veränderungen durch. Cannabis habe Effekte, die das Nervensystem nachhaltig schädigten. Für ihre Studie untersuchten die Forscher über 1.000 Menschen, die Anfang der 70er Jahre in Neuseeland geboren worden waren. Meier und ihre Kollegen begleiteten die Teilnehmer 38 Jahre lang.

Revolutionäres bildgebendes Verfahren zeigt Nervenfasern in 3D:

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