Paris Fashion Week

Paris Fashion Week

Lasziv oder Punk-Hauptsache Diva!

Der Diven-Look

Diven sind wieder gefragt: Allen voran bei Lanvin-Designer Alber Elbaz . Er gilt inzwischen als Superstar. Mit einer ganz in Schwarz gekleideten Janet Jackson zählte er auch einen "1 A-Promi" zu seinen Gästen. Die Schau, die eine laszive Version der Hitchcock-Blondine beschwor, erntete Ovationen.

Die Models mit hochtoupiertem Blondhaar und dunkel ummalten Augen stöckelten in schmalen Kleidern in Schwarz daher, die durch Raffungen und schmeichelnde Stoffe lässig wirkten. Es gab Drape-Kleider in Orange oder Perlmutt und Glitzer-Roben in Gold oder Smaragdgrün. Einen Schuss von Halbwelt erhielten die Lanvin-Diven durch Fußkettchen, einen langen Lederhandschuh und Schlafzimmer-Blick.

Das Leben ist ein Kostümfest, zumindest bei der Britin Vivienne Westwood.
Ihre Schau glich einem venezianischen Karneval mit Streetwear-Elementen. Die Models schwebten mit Porzellangesichtern und Engelshaaren durch barocke Räume. Ihre Kleider aus kunstvoll bedrucktem Chiffon wirkten wie einfach um den Körper gewickelt. Offene Nähte trugen zu dem Eindruck des Zusammengewürfelten bei. Es gab Anklänge an die 80er-Jahre mit Punk-Elementen oder an das Barock mit Tüllroben über Krinolinen. Polit-Botschaften auf Kleidern sowie eine Braut im Slip und bauchfreier Wickelbluse offenbarten die Liebe der einstigen Punk-Ikone Westwood zum Subversiven.

Die Diven bei Gareth Pugh sind in Grau gehüllt, aber keineswegs graue Mäuse.