Mehr Hautpflege in der kalten Jahreszeit

Haut und Haare winterfest machen

Die Temperaturen sinken, die Heizungen werden wieder aufgedreht.

Haut und Haare brauchen in den Herbstmonaten besondere Pflege, um gegen Wind, Wetter und Austrocknen geschützt zu sein. Es ist also höchste Zeit, das Badezimmerregal zu sortieren.

Kälte und trockene Heizungsluft sind die beiden Hauptumstände, die reichhaltigere Pflege verlangen. Denn durch die Umwelteinflüsse wird auch die Haut trocken, und die Haare laden sich statisch auf, erklärt Kosmetikexpertin Hanne Vedder. Insbesondere die Hände und das Gesicht sind in den kalten Monaten diesen Einflüssen ausgesetzt. Sie sind die meiste Zeit nicht durch Kleidung geschützt.

Eigens für Herbst und Winter kreierte Produktserien gebe es zwar, erläutert Vedder - "die muss man aber nicht unbedingt kaufen". Wer einige Grundsätze beachtet und einen Blick auf die Inhaltsstoffe wirft, kann auch selbst richtig auswählen und den Bestand im Badezimmerschrank richtig ergänzen.

"Auf die Gesamtrezeptur kommt es an", sagt Ursula Lüders von der Stiftung Warentest in Berlin. Die genaue Zusammensetzung steht auf der Rückseite der Verpackung, ist aber häufig schwer zu durchschauen. Grundsätzlich gelte: Gut für trockene Haut in Herbst und Winter wirken alle Cremes "für trockene, reifere Haut" - sie sind reichhaltiger. Das bedeutet, dass in diesen Cremes ein höherer Fettanteil enthalten ist, ebenso mehr Feuchtigkeit.

"Nachtcremes auch am Tag nutzen", rät Vedder - das kann für eine gesunde Haut in der kalten Jahreszeit förderlich sein. Neben Tagescremes mit einem höheren Fettgehalt eignen sich auch Cremes mit der Aufschrift "Wasser-in-Öl". Bei Gesichtscremes ist ein hoher Anteil pflanzlicher Fette - etwa Öle - von Vorteil. Und der Inhaltsstoff Vitamin E gebe der Haut ein höheres Feuchthaltevermögen.

Auch die Haare freuen sich über gute Pflege. "Man kann den Haaren durch Kuren bestimmt etwas Gutes tun", sagt Huber - wichtiger sei bei trockener Luft und Kälte aber die richtige Pflege für die Haut. Sie basiert zwar auf Zuwendung. Zu viel Reinheit kann aber auch schaden. "Häufiges Waschen und Duschen führt zum Austrocknen", warnt Huber. Daher müssen Täglich-Duscher dagegen ancremen - der Feuchtigkeitsmangel wird durch Bodylotion nach dem Duschen wieder ausgeglichen.

Handcremes stehen gerade in den kalten Monaten in diversen Ausführungen in den Regalen. Dabei sind nicht nur die Inhaltsstoffe unterschiedlich, auch der Preis variiert - das gilt auch für Gesichts- und Körpercremes. Ein hoher Preis sorgt nicht unbedingt für eine bessere Wirkung, hat die Stiftung Warentest herausgefunden: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass noch nie bei einem Test nur die teuersten Produkte oben waren", sagt Lüders - "billige Produkte können genau so gut sein."

Nicht nur bei Sturm, Schnee und Heizungsluft braucht die Haut besonders viel Aufmerksamkeit. Auch die Sonne ist im Winter nicht zu unterschätzen. Skiurlauber sollten laut Huber auf einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor bei Gesichtscremes achten. Haut und Haaren hilft im Winter nicht nur regelmäßiges Eincremen: "Räume sollten gut gelüftet werden, damit die Haut ausreichend Feuchtigkeit erhält", rät Expertin Birgit Huber. Außerdem hilft es, viel zu trinken: Zwei Liter pro Tag empfiehlt Vedder.