Kalmus wärmt bei Magenschmerzen

Bewährt habe sich Kalmus nach Angaben von Heilpraktikern außerdem bei nervös bedingten Magenerkrankungen mit Übelkeit und Erbrechen und bei psychisch bedingter Magersucht. Genutzt wird der geschälte Wurzelstock. Die, in unseren Breiten wachsende Heilpflanze, bildet im Gegensatz zu ihrem Herkunftsland Indien kaum das giftige Asaron und ist daher bedenkenlos als Tee anzuwenden.

Dazu werden zwei gehäufte Teelöffel in einen Viertelliter kaltes Wasser gegeben, aufgekocht und abseiht. Oder zwei gehäufte Teelöffel werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrüht, zehn Minuten ziehen gelassen und dann abgegossen. Den abgekühlten Sud trinken Betroffene über den Tag verteilt. Äußerlich leistet Kalmus als Tinktur gute Dienste als durchblutungsfördernde Einreibung. Nabelkoliken bei Kleinkindern lassen sich durch Kalmusbäder oder -öl lindern.

Wegen des giftigen Asaron darf Kalmus nicht in der Schwangerschaft angewendet werden - indisches Kalmusöl enthält bis zu 80 Prozent Asaron. Auch der Dauergebrauch von Kalmuspräparaten ist nicht ratsam: Nach maximal zwei Wochen sollten sie abgesetzt werden.

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