Klein, aber selbstbewusst: Danny DeVito wird 65

Klein, aber selbstbewusst: Danny DeVito wird 65

Bei einer Größe von 1,52 Meter konnte DeVito von einer Hollywoodkarriere anfangs nur träumen. Der 1944 in New Jersey geborene Italo-Amerikaner kam auf Umwegen - über den Kosmetiksalon seiner Schwester - zum Film. Als gelernter Friseur wollte er zunächst Maskenbildner werden, doch am Ende nahm er in New York Schauspielunterricht und mauserte sich zu einem der größten Multitalente des amerikanischen Films. Er machte als Schauspieler ("Zwillinge"), Regisseur ("Der Rosenkrieg") und Produzent ("Pulp Fiction") Karriere.

Zunächst musste sich DeVito mit kleinen Bühnen-Rollen begnügen, bis ihn sein Studienfreund Michael Douglas 1975 für das Drama "Einer flog über das Kuckucksnest" von New York nach Hollywood holte. An der Seite von Jack Nicholson glänzte DeVito in der Rolle eines liebenswerten Irren. Der Oscar-prämierte Streifen wurde zum Hit, doch die Leinwandkarriere des "Kleinen" ließ weiter auf sich warten. Stattdessen kam DeVito 1978 mit der TV-Serie "Taxi" groß heraus. Fünf Jahre glänzte er in der Rolle des griesgrämigen und geizigen Chefs eines New Yorker Taxiunternehmens.

Wieder an der Seite von Jack Nicholson war er 1983 in dem Melodram "Zeit der Zärtlichkeit" zu sehen. Dann ging es für DeVito in Hollywood Schlag auf Schlag weiter. Neben Michael Douglas und Kathleen Turner spielte er in dem Abenteuerstreifen "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" (1984) mit. Barry Levinson holte ihn in "Tin Men - Zwei haarsträubende Rivalen als Vertreter für Aluminium-Fassaden vor die Kamera. In der Komödie "Zwillinge" (1988) war er Arnold Schwarzeneggers ebenbürtiger Partner. Mit dem heutigen Gouverneur Kaliforniens, der den Komiker zeitweise als Berater für Filmangelegenheiten anheuerte, drehte DeVito auch die Schwangerschaftskomödie "Junior".

Tim Burton setzte DeVito in "Batmans Rückkehr" als Pinguin-Bösewicht ein. Neben John Travolta trat er 1995 in dem Kultstreifen "Schnappt Shorty" auf, der zehn Jahre später mit "Be Cool" fortgesetzt wurde. DeVitos erster Regieversuch mit der skurrilen Komödie "Schmeiß die Mama aus dem Zug" wurde 1987 mit einer Oscar-Nominierung als bester Film honoriert. Die Scheidungs-Satire "Der Rosenkrieg" machte den Regisseur zum Großverdiener. Als Produzent griff DeVito das Leben des US-Gewerkschaftsbosses "Hoffa" auf. Mit "Pulp Fiction" und "Erin Brokovich" landete er weitere große Hits. Zuletzt produzierte er mit seiner Firma Jersey Films den auf wahren Tatsachen beruhenden Streifen "Freedom Writers" mit Hilary Swank in der Rolle einer engagierten Lehrerin in einem Ghetto von Los Angeles.

Als überzeugter Liberaler mit einer sozialen Ader macht der Hollywoodstar immer wieder von sich reden. Sein Privatleben dagegen gibt keinen Grund für Schlagzeilen. Seit 1982 ist DeVito mit der Schauspielerin Rhea Perlman verheiratet, zusammen ist das Paar schon seit Studentenzeiten. Von ihren drei erwachsenen Kindern folgt die 26-jährige Lucy als Schauspielerin dem Beispiel der Eltern.

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