"Bei Faymann" im Wiener Rabenhof

Die Bühne zeigt das Foyer der Kronen Zeitung. Werner Faymann hat wegen Sparmaßnahmen das Kanzleramt verkauft und regiert von der Redaktions-Portierloge aus. Dort hat er das Ohr direkt an der Stimme des Volkes (am Telefon meldet er sich mit "Kronen Zeitung oder Republik Österreich", Leserbriefe unterschreibt er mit "Franz Gans, Gänserndorf"), kurze Befehlswege zu Onkel Hans über dessen Hund Cato ("Immer wenn ich einen Fehler mache, bellt der Cato zur Warnung") und ständig Angst vor Liebesentzug. Denn es ginge noch tiefer: Im Fahrradkeller wäre noch ein Kanzler-Kammerl frei.

Neben Onkel Hans (Dichand) und Onkel Erwin (Pröll) wird die Republik der Onkeln noch von Onkel (Christian) Konrad komplettiert. Der Raiffeisen-Boss hilft dem verzweifelten Finanzminister mit einer später umgewidmeten Steffl-Spendenkampagne aus der Staatsfinanzen-Krise und muss dafür die geplante Unterstützungs-Kampagne für die Wahl Prölls zum Bundespräsidenten auf den St. Nimmerleinstag verschieben. Da sich Häupl versehentlich auf Cato setzt, diesen dabei platt drückt und auch die heroische Mund-zu-Mund-Beatmung Fischers ("Als Bundespräsident bin ich ja auch Hundespräsident") vergeblich ist, übernimmt Onkel Konrad schließlich das Erbe von Onkel Hans und damit endlich die ganze Macht. Nun hebt der Raiffeisen-Boss endgültig ab und lässt sich, begleitet vom Chor der Politiker, zum "heiligen Bimbam" ausrufen.

INFO: "Bei Faymann" - "Kasperltheater" mit maschek (Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel). 31. Oktober 2009, 20:00 Uhr. Theater Rabenhof, Rabengasse 3, 1030 Wien. Weitere Informationen unter www.rabenhof.at. Künstler-Site: www.maschek.org.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum