Hilde Dahlik

Madonna am Sonntag

Wilde Hilde: Nackt-Auftritte "kein Problem"

Hilde Dahlik ist derzeit Erotik-Bombe Nr. 1 am Theater.

Das sieht man in der altehrwürdigen Wiener Josefstadt eher selten. Eine Schauspielerin, die sich nackt auszieht, „oben ohne“ eine Szene spielt, als wäre nichts Ungewöhnliches daran. So passiert am Donnerstag dieser Woche, als die Traumnovelle von Arthur Schnitzler ihre Premiere feierte.

G’schamig war vorab nur das Theater selber. Bei der Fotoprobe Anfang der Woche bat man alle, ihre Kameras auszuschalten. Weil sich nicht jeder daran hielt, fanden sich die Bilder bald im Internet – und sind jetzt dort ein Klick-Hit.

Warum auch nicht? Warum der Öffentlichkeit verbergen, was ohnehin jeder auf der Bühne sehen kann? Und: Anstößiges ist ganz und gar nicht, was Hilde Dalik an der Seite von Alexander Pschill (früher Kommissar Rex) da zu zeigen hat. Eher erbaulich.

Keine Playboy-Fotos
Auch für die in Wien lebende Schauspielerin (seit Herbst 2006 Ensemblemitglied der Josefstadt) ist es kein Problem, sich auf der Bühne im Evakostüm zu präsentieren. „Wenn es die Rolle verlangt …“, entgegnet die 33-Jährige ziemlich trocken, wenn man sie darauf anspricht. Freilich, so weit zu gehen, auch für ein Herrenmagazin ähnlich frei­zügig zu posieren, käme ihr niemals in den Sinn.

Hilde Dalik ist schöne „Wiederholungstäterin“
Die „wilde Hilde“, wie sie Branchenkenner spitzzüngig titulieren, war schon öfters nackt zu sehen, auch das letzte Kleidungsstück legte sie schon einmal ab: In Paulus Mankers Erfolgsproduktion Alma trat sie als „Reserl“ besonders exponiert in Erscheinung. Am Ende ist sie splitterfasernackt. „Das war mit dem Paulus vorab auch besprochen“, sagte sie in einem Interview. „Ich habe mich sehr gefreut, mit ihm zu arbeiten, das Ausziehen war nur ein kleiner Aspekt dieser Arbeit, für diese Szenen notwendig und absolut stimmig.“

Nackt mit Oscar-Star
Das galt denn auch für George Taboris Mein Kampf. An der Seite von Karl Markovics (Die Fälscher) sah man sie so, wie Gott sie schuf. Dazwischen sah man sie im TV in Die Lottosieger, im Kino als „Petra Sackbauer“ im Echten Wiener.

Jetzt eben die Traumnovelle
In dem Stück, von dem bereits Tom Cruise und Nicole Kidman für den Hollywood-Blockbuster Eyes Wide Shut Anleihen nahmen, spielt Dalik die „Alva“. Im Wechselbad zwischen Sex, Liebe und dem Bruch von Tabus steht sie nackt ihren Kerl – als Vollweib eben.