Tiefschnee-Pisten nie alleine fahren

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Skifahrer machen Abstecher in den Tiefschnee besser nie alleine. "Da sollte man immer mit Freunden unterwegs sein, mindestens zu zweit", sagte Volker Hölzl, der "Freeride"-Touren am Kitzsteinhorn in Österreich organisiert, in Hamburg der dpa.

Wer sich verletzt oder die Ski verliert, sei abseits der präparierten Pisten sonst leicht aufgeschmissen und müsse womöglich lange warten, bis Hilfe kommt. Das könne im Schnee schnell ungemütlich werden. Auf Tiefschnee-Touren müssen Skifahrer außerdem immer die nötige Sicherheitsausrüstung dabeihaben: Dazu gehöre neben einem Helm ein sogenanntes LVS-Gerät, erläuterte Hölzl. Mit ihm können Fahrer über Funk gefunden werden, wenn sie von einer Lawine verschüttet wurden. Daneben sind eine Lawinensonde und eine Schaufel wichtig, um anderen Verschütteten helfen zu können. "Denn wenn einer nicht innerhalb von 15 Minuten gerettet wird, ist es zu spät." Die besten Geräte bringen allerdings nichts, wenn man nicht damit umgehen kann.

Wichtig sei auch, sich vorher genau über die Lawinengefahr zu informieren, riet Hölzl. Sie wird in fünf Stufen angezeigt. "Da muss man ab Stufe drei vorsichtig sein." Ab Stufe vier seien Tiefschnee-Pisten tabu. Außerdem sei es für Urlauber hilfreich, sich mit einheimischen Fahrern zu unterhalten, die wissen, an welchen Stellen es gefährlich werden kann.

Tiefschnee-Abfahrten seien zudem nur etwas für geübte Fahrer, sagte Hölzl. "Parallelschwung auf der schwarzen Piste ist Grundvoraussetzung. Wer nur rote Piste fahren kann, hat im Tiefschnee keinen Spaß."

Auch gute Fahrer sollten aber nicht gleich am ersten Tag den Tiefschnee ansteuern. "Einen Tag zum Einfahren braucht man immer", riet Hölzl. Das vermindere das Verletzungsrisiko. Etwas Zeit zum Eingewöhnen müssten Fahrer auch bei der Umstellung auf spezielle Freeride-Ski einplanen: "Die fahren sich etwas leichter und spielerischer." Ausprobieren ließen sich die Ski aber nicht nur im Tiefschnee - Fahrer könnten sich ebenso gut auf den präparierten Pisten mit ihnen warmfahren.

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