Tauwetter: Wenn das Eis dünn wird...

Am besten fragt man bei der Gemeinde oder bei Ortskundigen nach, ob die Fläche zum Eislaufen freigegeben ist. Auf allen Flächen gilt: Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Auf keinen Fall sollte man bei ungewissen Verhältnissen oder nach Tauwetter das Eis betreten. Auch Eisflächen mit offenen Stellen, Rissen oder Sprüngen bergen eine Gefahr. Wer abseits vielbefahrener Bereichen fährt, geht ein erhöhtes Risiko ein, einzubrechen, warnte das Kuratorium.

Merkt man, dass die Eisfläche bricht, legt man sich am besten auf den Bauch und versucht von der Gefahrenstelle wegzukriechen. Bricht jemand ein, ist Eile geboten, da der Betroffene schnell unterkühlen kann. Helfer sollten sich nur mit Sicherung durch einen Zweiten oder mit Seilsicherung und in Bauchlage der Einbruchstelle nähern. "Auf Natureis sollte man nie allein Eislaufen, damit im Ernstfall rasch Hilfe geleistet und Retter alarmiert werden können", sagt Anton Dunzendorfer, KfV-Bereichsleiter Forschung und Wissensmanagement. Der Verglückte soll sich selbst durch seitlich ausgestreckte Arme Halt auf der Eisdecke verschaffen und versuchen, sich in die Richtung auf das Eis zu schieben, aus der er gekommen ist. Nach der Bergung benötigt der Verunglückte sofort Wärmezufuhr und eine ärztliche Untersuchung.

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