Hygiene beim Sport schützt vor Infektionen

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Eltern sollten ihre Kinder anhalten, sich nach jeder Trainingsstunde ordentlich mit Seife und warmem Wasser zu duschen. So senken sie die Gefahr, sich mit Infektionskrankheiten anzustecken - vor allem, wenn sie Kontaktsportarten betreiben.

Sportkleidung und Handtücher gehören nach jedem Gebrauch in die Waschmaschine, erläutert der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Regelmäßig benutzte Helme und Protektoren oder andere Schützausrüstung sollten mindestens einmal in der Woche eine gereinigt beziehungsweise desinfiziert und am besten an der Luft getrocknet werden.

"Junge Sportler haben ein erhöhtes Risiko, sich über unsaubere Sportausrüstung und direkten Körperkontakt mit Bakterien wie Staphylokokken und Viren wie Herpes oder Pilzen zu infizieren", erläutert BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler. "Durch vorgeschädigte Haut dringen Keime besonders leicht ein." Zu den Hygieneregeln gehört daher auch, das offene Wunden sauber gehalten und abgedeckt werden. Eltern sollten ihre Kinder außerdem ermahnen, keine Handtücher oder Körperlotionen oder andere Kosmetika gemeinsam zu benutzen.

"Auch wenn in einem Team keiner krank ist, sollten Sportler auf gute Hygiene achten", betont Fegeler. Denn manche Keime - wie Staphylokokken - können Menschen auf der Haut und in der Nase haben, ohne dass sie eine Erkrankung auslösen. "Wenn die Bakterien dann durch Verletzungen in den Körper eindringen, können sie gesundheitliche Probleme verursachen", warnt der Kinderarzt.

Etwa ein Viertel der Grundschulkinder ist Träger von Staphylokokken. In der Regel verursacht dieses Bakterium Hautprobleme wie Pusteln oder Borkenflechte. In seltenen Fällen, zum Beispiel wenn die körperliche Abwehr geschwächt ist, kann es auch zu schweren Krankheiten kommen.

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