Spaziergänge oder Gartenarbeit reichen schon aus

Bewegung ist Schlüsselfaktor für gesundes Altern

Die entscheidenden Säulen für ein gesundes Altern sind Sozialkontakte, ausgewogene Ernährung und vor allem Bewegung. "Immer mehr Studien belegen die naturgegebene Abhängigkeit von moderater Bewegung und dem günstigen Verlauf der körperlichen, sozialen und geistigen Entwicklung", sagt der deutsche Experte Dieter Breithecker.

Dafür seien nicht einmal hohe sportliche Herausforderungen nötig. Als Beispiel nennt er Spaziergänge, Gartenarbeit, Radwandern, Schwimmen, Tanzen und Ballsportarten. "Sie erhalten einen funktionell jünger als es dem chronologischen Alter entspricht. Das gilt gleichermaßen für Körper und Geist." So begünstigen zum Beispiel Gleichgewichtsübungen und feinmotorische Tätigkeiten Stoffwechselprozesse im Gehirn, die die Neubildung von Gehirnzellen und deren Verbindungen anregen.

Darüber hinaus hellt körperliche Aktivität die Stimmung auf und beugt Depressionen vor. Auch bedrohliche Erkrankungen vieler lebenswichtiger Organe können verhindert oder herausgezögert werden. Ähnlich positive Zusammenhänge gebe es außerdem hinsichtlich der Vorbeugung von Demenzerkrankungen, sagt Breithecker, der in Deutschland für die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung tätig ist. "Moderate Bewegung ist die Voraussetzung für eine körperliche und geistige Beweglichkeit bis ins hohe Alter", fasst er zusammen. Wichtig sei aber Regelmäßigkeit und Spaß am Bewegen.