Bei Atemwegsbeschwerden Salzwasser inhalieren

Atemwegsbeschwerden lassen sich während der Heizperiode durch das tägliche Inhalieren einer einfachen Kochsalz-Lösung lindern. Dazu braucht man nur einen halben Liter Wasser erhitzen, darin einen Teelöffel Kochsalz auflösen und dann den aufsteigenden Wasserdampf bewusst durch die Nase tief einatmen, so ein Lungenfacharzt. Das feuchte die Schleimhäute der Atemwege an und schützt so vor Infektionen.

Um die Inhalation zu verstärken, kann ein Handtuch über den Kopf gelegt werden. Von Luftbefeuchtern raten Experten eher ab. In solchen Geräten steht Wasser, in dem sich leicht Keime bilden können. Sie sind eine zusätzliche Gefahr zu den in Innenräumen vorhandenen Tröpfchenkeimen, die durch die trockene Heizungsluft leichter aufgewirbelt und dadurch auch leichter eingeatmet werden können. Solche Infektionen können gerade für Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Raucherlunge lebensgefährlich werden und sollten möglichst vermieden werden, erläutert ein Lungenarzt.

Damit die Schleimhäute einen Schutzfilm bilden können, sei es darüber hinaus wichtig, über den ganzen Tag verteilt ausreichend zu trinken, zum Beispiel Wasser oder Kräutertee. Außerdem sollte regelmäßig gelüftet und genügend geheizt werden. In ausgekühlten, schlecht belüfteten Zimmern sammelt sich Feuchtigkeit, die zu Schimmelbildung führen kann, erklärt Morr. Schimmelpilzsporen können das Asthma-Risiko deutlich erhöhen, aber auch bei Gesunden die Schleimhäute reizen und allergische Reaktionen verursachen.