Weihnachtsherz

Aktion Weihnachtsherz

So kämpft der kleine Liam gegen den Krebs

Zum achten Mal stellt MADONNA gemeinsam mit der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe im Rahmen der Aktion Weihnachtsherz Schicksale junger Patienten vor, die mit der Diagnose Krebs zu kämpfen haben.  

Schon während Julia Schnalzenbergers Schwangerschaft war klar, dass der Start ihres Sohnes ins Leben strapaziös sein würde. Als sogenanntes „Herzkind“ hatte Liam zwei Löcher im Herzen, die operiert werden mussten. Darauf habe man sich jedoch einstellen können, wie die Mutter im MADONNA-Talk erklärte. „Mein Mutterinstinkt sagte mir jedoch von Anfang an, dass noch etwas anderes ist. Ich sagte aber nichts, da ich nicht als ,hysterische‘ Mutter dastehen wollte.“ Bei einem Routineultraschall nach der Geburt bat Schnalzenberger darum, die Nieren besonders genau zu untersuchen, da es in ihrer Familie offenbar negative Prädispositionen gab. Im Zuge dessen wurde eine Nebennierenblutung ersichtlich, die wie sich Julia Schnalzenberger erinnert, von den Ärzten jedoch als „nichts Schlimmes“ beschrieben wurde.    

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Sorgen. Nachdem Liams Herzoperation für den 19. März anberaumt war, fand sich die 31-Jährige am ersten Tag des Frühjahrs-Lockdowns mit ihrem Sohn im Krankenhaus ein. Dort bat sie „mit einem unguten Gefühl“ die Ärzte darum, ein Ultraschall vom Bauch zu machen. Am gleichen Tag noch folgte die Diagnose Neuroblastom, ein bösartiger Tumor in der Nebenniere, an der Stelle, wo nach seiner Geburt die Blutung festgestellt wurde. „Ich erinnere mich noch, als wär es gestern gewesen. Ein Schmerz, der einen innerlich zerreißt. Es war schwer, das zu realisieren, zu verarbeiten. Es meiner Familie zu erklären. Und ich musste alles alleine durchmachen, da ja absolutes Besuchsverbot war.“ Die Operation verlief erfolgreich, doch als im April Nachuntersuchungen gemacht wurden, zeigte sich, dass der entfernte Tumor in Knochenmark und Leber metastasiert hatte. Durch eine zusätzliche Genmutation seien Liams Heilungschancen auch gesunken, wie Julia Schnalzenberger erklärt. „Wenn Liam es schafft, dass er Ende nächsten Jahres krebsfrei ist, bleibt das Hoffen und Zittern noch lange. Da wir die nächsten Jahre immer wieder Kontrollen haben werden, um zu sehen, ob er wirklich krebsfrei bleibt. Durch die Genmutation steigt leider das Risiko eines Rezidivs sehr. Ich glaube, dass die Angst auch nach vielen Jahren nie schwinden wird.“
 

Der Alltag der Mutter besteht seit der Diagnose daher vornehmlich aus Krankenhausaufenthalten. „Die ersten fünf Chemotherapien hat Liam super weggesteckt. Als wäre es nichts. Er hat nur weniger getrunken, was ich aber durch die Magensonde ausgleichen konnte. Nach der fünften Chemotherapie hat seine Niere nicht mehr ganz so gut mitgespielt und es wurde eine Biopsie gemacht, da er eine extrem hohe Eiweißausscheidung und Blut im Urin hatte. Es hat sich rausgestellt, dass er zu der Krebserkrankung auch eine IgA-Nephritis (Anm.: Nierenentzündung) hat, weshalb er hoch dosiertes Cortison über 12 Wochen bekommen musste. Dadurch hat er ex­trem zugenommen und wir mussten 9 Wochen durchgehend im Krankenhaus bleiben.“ Sommerferien mit Liams älterer Schwester Mia fielen für die Mutter daher aus. Auch jetzt lebt die Siebenjährige bei ihrem Vater und seiner Familie, wofür Julia Schnalzenberger „unglaublich dankbar“ ist. Im Krankenhausalltag wäre kein Platz für das Mädchen, das sich, wie ihre Mutter berichtet, rührend um den kleinen Bruder sorgt. „Vor Kurzem hat Mia etwas zu mir gesagt, was ich nie vergessen werde. „Mama, warum sagt jeder immer, es ist der liebe Gott? Der ist ja gar nicht lieb. Denn wenn er lieb wäre, hätte er Liam nicht so krank gemacht.“

Seit Ende Juni hat die Alleinerzieherin mit ihrem Sohn gerade mal etwas über ein Dutzend Tage in ihrem Zuhause verbracht. „Für Liam ist das Krankenhaus sein ,Daheim‘. Und seit gut zwei Wochen trinkt und isst er absolut nichts mehr und wird parenteral (über einen Hickman-Katheter) ernährt.“ Eine verständlicherweise belastende Situation für Julia Schnalzenberger, die ihr eigenes Leben derzeit hintenangestellt hat. „Mitanzusehen, wenn es ihm schlecht geht, bricht mir jedes Mal aufs Neue mein Herz. Man kann nichts tun und muss zusehen. Man ist einfach machtlos. Oft sitze ich nachts, wenn Liam schon schläft, im Zimmer und weine. Weil es oft einfach zu viel ist. Zu schwer zu ertragen. Weil ich ihm gerne alles abnehmen würde und nicht kann. Weil ich es einfach nicht verstehen kann, warum ein unschuldiges Baby, das gerade erst geboren wurde, mit Krebs auf die Welt kommt. Man stellt einfach alles infrage … Wenn es Gott wirklich gibt, wo ist er dann …? Warum lässt er so etwas Schreckliches zu …? Es gibt Tage, da kann man einfach nicht mehr … und dann steht man auf, und kämpft weiter. Man kämpft weiter für sein Kind.“ Ihr größter Wunsch für das kommende Jahr? „Dass Liam alles gut übersteht und gesund wird. Und dass ich wieder ein halbwegs normales Familienleben mit meinen zwei kleinen Kindern führen kann.“

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