Caro die tapfere Kämpferin

Aktion Weihnachtsherz

Caro die tapfere Kämpferin

Zu Besuch bei Familie Kügler in Niederösterreich lernen wir die dreijährige Caro kennen, bei im frühen Alter von vierzehn Monaten ein Nieren­tumor diagnostiziert wurde. Ihre Mama Roswitha ist zu dieser Zeit zum zweiten Mal schwanger, Bruder Leon war damals auf dem Weg. Trotz vielschichtiger Umstände gelingt es der Familie, ihren Alltag zu meistern, das kleine Mädchen wird bald darauf operiert und die verordneten Chemotherapien schlagen gut an. Einige Monate scheint alles wieder gut. Doch die Freude über Caros vermeintliche Heilung währt nicht lange. Bei Caro bilden sich erneut Krebszellen, diesmal im Kopf. 
 
Stilles Leiden. Eine komplexe Operation und viele Chemotherapien später geht es der kleinen Caro heute endlich wieder besser. Kommenden Jänner muss sie wieder zur Bestrahlungstherapie, bis dahin kann sie zu Hause das Familienleben genießen. Denn, wie das Ehepaar Kügler betont, sei es für sie ein großes Glück, engste Bande mit ihren Nächsten zu pflegen. Diese hatten selbstverständlich auch Verständnis, als Jörg und Roswitha Kügler, die sich heuer das Jawort gaben, ihren Hochzeitstermin aufgrund der Krankheit ihrer Tochter mehrmals verschoben hatten. Im September 2019 klappte es endlich, als Caro kurz zuvor aus dem Spital entlassen wurde. Wir sprachen mit der sympathischen Familie über ihren schwierigen und zehrenden Weg zur hoffentlich bald vollständigen Heilung. 

Wie kam es zu Caros Diagnose? 
Roswitha Kügler: Sie war 14 Monate alt, als wir draufgekommen sind. Caro ist vor mir gestanden und ihr Bauch war etwas aufgebläht, was bei Kindern nicht so ungewohnt ist. Aber am nächsten Tag wurde es nicht besser und sie meinte, dass sie Schmerzen hat. Dementsprechend sind wir nach Wiener Neustadt ins Spital gefahren, wo zahlreiche Untersuchungen gemacht wurden. Na ja, und dann sind wir nicht mehr nach Hause gekommen, wurden direkt ins St. Anna Kinderspital überstellt. Dort musste ihre Niere entfernt werden, und wir verbrachten fünf Wochen auf der Station. 
Jörg Kügler: Kurz vor Weihnachten wurde sie entlassen.
Roswitha Kügler: Sie hat es wirklich tapfer überstanden. Danach hatte sie noch ein Jahr lang Chemotherapie, ohne Komplikationen. Dann ging es für uns auf Reha, und es war ausgemacht, dass wir alle drei Monate zu Nachuntersuchungen kommen sollen. Bei der zweiten Untersuchung, also sechs Monate später, wurde bei einem MRT leider festgestellt, dass der Krebs wieder zurück ist und sie einen Tumor im Kopf hatte. 
Jörg Kügler: Die Ärzte haben gesagt, dass die Metastasen sehr groß waren. Ich konnte mir nicht wirklich was darunter vorstellen, im AKH haben sie sie uns dann gezeigt, die Größte hatte einen Durchschnitt von dreieinhalb Zentimetern. Und drei weitere in Tischtennisball-Größe. Da musste sie dann wieder operiert werden. Die kleineren Metastasen sind mit der Chemo verschwunden. 

Wie hat Caro das weggesteckt? 
Roswitha Kügler: Großartig. Abgesehen von der Narbe, und dass sie vielleicht etwas blasser ist, als andere Kinder, würde man ihr ihren Leidensweg nicht ansehen.
Jörg Kügler: Sie ist sehr stark und hat alles gut wegstecken können. Vor Kurzem hat sie ein Mädchen gesehen und meinte: „Schau Mama, sie hat so schöne Haar­spangerl, ich will die auch. Ah wobei, ich brauch die nicht, ich habe ja gar keine Haare“ (schmunzelt).
Roswitha Kügler: Sie ist glaub ich noch zu klein, um das volle Ausmaß zu begreifen. Aber sie steckt es dennoch bemerkenswert weg. Schlimm war die Hoch­dosis im vergangenen Monat. Da wollte sie nichts trinken, nichts essen, nicht spielen.
Eine Tortur für uns Eltern. 
Jörg Kügler: Wir haben Gott sei Dank ein gutes Familiennetzwerk, ohne das wäre alles erheblich schwerer. 
Roswitha Kügler: Alleine schon mit Leon, ich war in der zwölften Woche mit ihm schwanger, als wir Caros Diagnose bekommen haben. Er kam dann durch einen Kaiserschnitt zur Welt, damit wir während Caros Chemotherapie etwas besser planen konnten. 
 
Wie sieht Ihr Alltag aus? 
Roswitha Kügler: Momentan sind wir durch. Im Jänner geht es erst wieder zur Bestrahlung.
Jörg Kügler: Seit Juni hatten wir vier Chemotherapien, immer wieder mit Pausen. Dann hatten wir die Hochdosis-Chemotherapie. Und wir müssen sagen, dass uns die EOP-Schwestern (Anm. d. Red.: Externen Onkologische Pflegedienste) wahnsinnig geholfen haben. Die kommen Blut abnehmen oder einfach zum schnellen Gesundheits-Check nach Hause.
Roswitha Kügler: Das war vor allem auch praktisch, da Caro ein Kind ist, das nie gern Auto gefahren ist. Mittlerweile geht’s besser, aber wir hatten einige Episoden, wo sie so stark geweint und geschrien hat, dass wir am Pannenstreifen stehen bleiben mussten, bis sie sich wieder beruhigt hat. 
 
Wie haben Sie Caro ihre zahlreichen Aufenthalte im Krankenhaus eventuell angenehmer gestaltet? 
Jörg Kügler: Man nimmt sich als Elternteil ja gern vor, dem Kind nicht allzu viele technische Geräte zu schenken, aber wenn man im St. Anna ist, wirft man das aber alles über den Haufen. Sie war früher immer viel draußen, aber jetzt, wo sie fast nur im Zimmer oder im Spital sein kann, haben wir sie mit Spielsachen eingedeckt. 
Roswitha Kügler: Ja, man will, dass das Kind jegliche mögliche Ablenkung hat. 
Wie geht es Ihnen eigentlich als Eltern mit Caros Diagnose? 
Jörg Kügler: Eigentlich haben wir Glück. Wir haben Eltern kennengelernt, deren Kinder bei ähnlichen Diagnosen wie jener von Caro nicht so viel Glück hatten.
Roswitha Kügler: Wir sind einfach sehr froh, dass sie es so gut gemeistert hat. 
 

Initiative mit Herz
2013 hat MADONNA gemeinsam mit der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe die Aktion Weihnachtsherz ins Leben gerufen und in diesem Zuge zahlreiche Familien besucht und ihre Schicksale publik gemacht, um auf die Notwendigkeit dieser Charity aufmerksam zu machen. Denn die von der Kinder-Krebs-Hilfe angebotenen Leistungen, die Leben nachhaltig retten können, können u. a. durch Ihre Großzügigkeit angeboten werden. Dementsprechend bitten wir Sie, auch in diesem Jahr mitzuhelfen, um mit Ihrer Spende jene zu unterstützen, die vielleicht gerade keine Zukunft mehr für sich sehen. Gemeinsam können wir neue Perspektiven schaffen.

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Das passiert mit Ihrer Spende
- Finanzielle Unterstützung bedürftiger Familien
- Finanzierung des externen onkologischen Pflegedienstes
- Unterstützung der psychosozialen Nachsorge
- Finanzierung zusätzlicher Therapien

 

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