Vulkan-Tourismus läuft auf Island an

Wenige Tage nach dem Aktivwerden eines Vulkans im Bereich des Eyjafalla-Gletschers hat die Tourismus-Branche in Island darauf reagiert. Einige Reiseveranstalter bieten bereits Ausflüge und Rundtouren mit Bussen und Geländefahrzeugen an Orte in Südisland an, von denen aus die Eruptionen beobachtet werden können. Es wird damit gerechnet, dass die Ausbrüche einige Wochen oder Monate anhalten werden.

Der isländische Zivilschutz prüft derzeit die Möglichkeit, Touristen künftig auch näher an den Vulkan heran zu lassen. "Wenn ihre Sicherheit garantiert werden kann, kann das Gebiet für Touristen geöffnet werden", zitierte das Info-Portal visir.is den verantwortlichen Abteilungsleiter des Zivilschutzes, Vidir Reynisson.

Obwohl Geologen derzeit davon ausgehen, dass sich die Tätigkeit des Vulkans weitgehend stabilisiert hat, warnen die Behörden vor allzu waghalsiger Schaulustigkeit: "Vulkanische Eruptionen sind von Natur aus gefährlich und müssen mit Respekt behandelt werden", heißt es in einem Kommunique auf der Homepage des Zivilschutzes (http://www.almannavarnir.is/ ).

Personen, die die Gefahrenzone betreten, werden darauf hingewiesen, dies auf eigenes Risiko zu tun. Sie könnten im Krisenfall nicht auf sofortige Hilfe zählen, da die Evakuierung der in den umliegenden Gebieten ansässigen Bevölkerung Vorrang hat, heißt es weiter in der Bekanntmachung.

Derzeit umfasst die erklärte Gefahrenzone fünf Kilometer rund um die aktiv gewordenen Teile der Erdspalte. Die Bereiche Eyjafalla-Gletscher sowie die Gebiete Thorsmörk und Fimmvörduhals sind zur Gänze gesperrt. Die Polizei hat im Vulkangebiet bis auf weiteres verstärke Patrouillentätigkeit angekündigt.