Polens Südwesten feiert eine Prinzessin

Polens Südwesten feiert eine Prinzessin

An sie erinnert auch die neue "Marianne-von-Oranien-Route", die von Zabkowice Slaskie (Frankenstein) bis nach Bilad Voda in Tschechien führt. Dort hatte sich Marianne 1853 einen Palast bauen lassen. Wichtigste Station der neuen Route ist laut dem Polnischen Fremdenverkehrsamt Kamieniec Zabkowicki, eine Autostunde südlich von Breslau (Wroclaw). Dort steht das neogotische Märchenschloss, das Karl-Friedrich Schinkel für die Prinzession entwarf. Es gilt als letzte Arbeit Schinkels, eines Star-Architekten seiner Zeit. Den Schlosspark gestaltete der seinerseits ähnlich berühmte Peter-Joseph Lenné.

Marianne von Oranien schenkte das Schloss 1873 ihrem Sohn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es durch Brandstiftung zum Teil zerstört, seit einiger Zeit wird dem Fremdenverkehrsamt zufolge aber an der Restaurierung gearbeitet. Eine weitere Station der Route ist die ehemalige Goldgräberstadt Reichenstein, die heute Zloty Stok heißt. Dort gibt es unter anderem die Ruinen einer Kalkbrennerei zu sehen, in der die Ziegel für den Schlossbau hergestellt wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind zum Beispiel Kirchen und Armenhäuser, die die Oranier-Prinzessin gestiftet hat.

Zum "Marianne-von-Oranien-Jahr" gehört auch eine Reihe von Festveranstaltungen, darunter eine Open-Air-Fotoausstellung in Breslau. Im Streichholzmuseum von Bystrzyca Klodzka (Habelschwerdt) gibt es am 16. Mai außerdem eine "Nacht im Museum". Dabei soll eine Sonderausstellung zum Leben der Prinzessin eröffnet werden. Am 8. Mai wird auch in Kamieniec Zabkowicki eine Ausstellung eröffnet, die sich der Königstochter widmet, die im Jahr 1883 im Rheinland starb.

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