Zuerst bewundert, dann verbrannt

Figuren-Fest in Valencia

Zuerst werden sie bewundert, dann verbrannt: Mehr als 760 riesige Figuren aus Holz und Pappmache sind in der ostspanischen Metropole Valencia zum diesjährigen "Fallas"-Fest aufgestellt worden. Zum Abschluss des traditionellen Volksfestes werden die Figuren im Wert von 9,4 Millionen Euro in Flammen aufgehen.

Die bunt bemalten Skulpturen in der Hafenstadt zeigen in diesem Jahr unter anderem den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi mit barbusigen Schönheiten, den US-Präsidenten Barack Obama als Superman oder den französischen Staatschef Nicolas Sarkozy mit seiner Frau Carla Bruni. Bevor die bis zu 27 Meter hohen Figuren zum Abschluss des "Fallas"-Festes in der Nacht auf Samstag angezündet werden, entscheidet eine Jury darüber, welche Werke die gelungensten sind.

Wie das staatliche Fernsehen TVE am Dienstag berichtete, werden in diesem Jahr eine Million Besucher zu dem Fest in Valencia erwartet. Die Hersteller der Fallas-Figuren mussten allerdings der Wirtschaftskrise Rechnung tragen. Ihnen standen für die Figuren gut eine Million Euro weniger zur Verfügung als im Vorjahr.

Die Figuren waren traditionsgemäß in monatelanger Kleinarbeit angefertigt worden. Der Ursprung des "Fallas"-Festes, das auch für seine Feuerwerksspektakel bekannt ist, geht auf einen mittelalterlichen Brauch zurück: Am Josephstag (19. März) räumten die Zimmerleute ihre Holzlager aus und verbrannten das Gerümpel auf der Straße.