Das Kunst-Ufo ist in Metz gelandet

Centre Pompidou Metz eröffnet im Mai

Architektur- und Kunstfreunde können sich über ein neues Reiseziel in Lothringen freuen. Dort soll am 9. Mai das Centre Pompidou Metz eröffnen - ein Ausstellungskomplex, über dem sich ein Dach aus durchsichtiger Glasfaser-Membran wölbt. Die Eröffnungsausstellung "Chefs-d'Oeuvres" wird einen Querschnitt zeitgenössischer französischer Kunst abbilden, teilte Frankreichs Tourismusamt Atout France mit.

Zu sehen sind unter anderem Werke von Georges Braque, Robert Delaunay, Henri Matisse und Fernand Léger. Mit dem riesigen Zeltdach, bei dem eine komplizierte Holzkonstruktion die Glasfaser-Außenhaut trägt, wollten die Architekten Shigeru Ban und Jean de Gastines das Zentrum selbst zu einer überdimensionalen Skulptur machen. Die Gebäudehöhe von 77 Metern ist eine Hommage an die Eröffnung des Centre Pompidou in Paris, das den lothringischen Abkömmling gemeinsam mit der Stadt Metz betreibt.

Die 10 000 Quadratmeter große Halle sei nicht nur als Ausstellungs-, sondern auch als Forschungs- und Informationszentrum für zeitgenössische Kunst zu verstehen, sagte die Sprecherin der Tourismusregion Lothringen, Carine Buch. Deshalb entstehen in dem Gebäude auch Studios, Auditorien und Foren für Theateraufführungen und Kunstperformances.

Das Zentrum will mit innovativen und überraschenden Ausstellungen von sich reden machen. "Im Gegensatz zu klassischen Museen wird das Pompidou Metz keine eigenen Werke erwerben", erklärte Buch. Alle Projekte und Events sollten ihren Reiz auch aus ihrem vergänglichen Charakter beziehen. So kommen zum Beispiel die Werke für die Eröffnungsausstellung aus dem Bestand des Musée Nation d'Art Moderne in Paris.

INFO: http://dpaq.de/pompidou-metz