Werbung gegen Gebärmutterhalskrebs regt auf

Singapur

Werbung gegen Gebärmutterhalskrebs regt auf

„Heb deinen Rock hoch. Rette dein Leben.“  steht in großen Lettern auf dem Plakat einer neuen Werbung in Singapur, daneben ein Model im typischen Marilyn Monroe-Kleid. Die Werbung soll Frauen dazu ermutigen sich bei Gynäkologen einem PAP-Test zu unterziehen und somit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen. Die Art wie dies den Frauen geraten wird, ist allerdings nicht unbedingt für alle einladend.

Viele Frauen in Singapur sind der Meinung die Werbung sei sexistisch, auf Twitter kommentierte man: „Die Werbung ist Fehl am Platz, weil sie ironisch ist. Den Rock hoch zu heben hat für die meisten Menschen eine sexuelle Assoziation.“ Andere hingegen finden, dass die Werbung ihren Zweck erfüllt – Menschen dazu zu bringen darüber zu reden.

Wie steht es um Ihre Frauengesundheit? 1/12
1. Liegt Ihr letzter Besuch beim Gynäkologen länger als ein Jahr zurück?
Lassen Sie einmal im Jahr beim Frauenarzt den PAP-Abstrich machen: Er gibt Hinweise auf Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs.

2. Haben Sie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr?
Sie könnten eine Entzündung im Unterbauch haben, ausgelöst durch Chlamydien (Bakterienart). Schmerzen können auch auf eine Endometriose hinweisen: Dabei gerät Gebärmutterschleimhaut in den Bauchraum. Unbedingt vom Arzt abklären lassen!
 3. Vergessen Sie immer wieder, die Brust abzutasten?
Untersuchen Sie einmal im Monat, am besten nach der Menstruation, Ihre Brust auf Veränderungen. Infos unter: www.krebshilfe.net
 4. Fühlen Sie sich in den Tagen vor der Regel unwohl?
Kurz vor der Periode befinden sich die Hormone im Ungleichgewicht. Viele Frauen leiden dann unter PMS (Krämpfe, Gewichtszunahme, Reizbarkeit): Sanfte Bewegung, Entspannung und Vitamin B helfen!
 5. Haben Sie Zyklusstörungen?
Sehr kurze (unter 21 Tage) und sehr lange Zyklen (über 35 Tage) mit dem Frauenarzt abklären! Kleinere Schwankungen sind normal.

6. Leiden Sie unter Ausfluss?

Kommt Juckreiz dazu, deutet das auf eine Pilzinfektion hin. Dagegen gibt es rezeptfreie Vaginalzäpfchen in der Apotheke.
 7. Haben Sie oft Schmerzen im Unterbauch?
Unbedingt abklären lassen! Dahinter können Zysten, Entzündungen, Endometriose (siehe Frage 2) oder ein Reizdarm stecken.
8. Haben Sie manchmal Zwischenblutungen?
Sie können durch Zysten hervorgerufen werden oder durch hormonelle Verhütungsmittel (Pille). Oder sie markieren den Beginn der Wechseljahre. Informieren Sie Ihren Gynäkologen!
9. Verlieren Sie manchmal unkontrolliert Urin?
Die Beckenbodenmuskeln sind geschwächt: Trainieren Sie diese!
10. Brennt es beim Wasserlassen?
Bei Blaseninfektionen: Viel Wasser und Preiselbeersaft trinken!
 Auswertung: Zähen Sie Ihre Ja-Antworten zusammen!
1-2: Sie sind zurzeit gesund. Vergessen Sie auch künftig nicht,
Ihre Kontrolltermine beim Frauenarzt einzuhalten. Und: Informieren Sie bei Veränderungen Ihres Zustandes immer Ihren Gynäkologen!

3-5: Ihr Gesundheitszustand ist nicht optimal: Sie haben gynäkologische Beschwerden, die unbedingt fachmännisch abgeklärt werden müssen. Außerdem empfehlen wir Ihnen, die Experten-Tipps (rechts) zu befolgen!

6-10: Sie sind nicht gesund. Allerhöchste Zeit, einen Termin beim Gynäkologen zu vereinbaren. Keinesfalls länger warten!
 7 Tipps, die Frauen beachten sollten
  • Sie wollen schwanger werden? Dann nehmen Sie Folsäure-Tabletten ein. Diese senken das Risiko von Missbildungen.
  • Bei PMS-Beschwerden hilft Mönchspfeffer (Präparate gibt‘s in der Apotheke). Die Pflanze reguliert auch hormonell bedingte Blutungsstörungen.
  • Bei leichten Wechselbeschwerden hilft Sojamilch in Kombination mit Phytohormonen wie Rotklee oder Silberkerzenextrakt.
  • Ziehen Sie nach dem Schwimmen nasse Badekleidung sofort aus. So beugen Sie Blasen- und Pilzinfektionen vor.
  • Achten Sie auf Ihren Zuckerkonsum: Scheidenpilze lieben ein „süßes“ Klima.
  • Bei unerfülltem Kinderwunsch empfiehlt es sich, die Schilddrüsenwerte zu überprüfen! Eine versteckte Über- oder Unterfunktion kann Unfruchtbarkeit verursachen.
  • Essen Sie insbesondere während der Menstruation viel Obst und Gemüse: In dieser Zeit sind Ihre Abwehrkräfte geschwächt.
www.gynordination.at

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden