Was unsere Kollegen von uns denken

Der Schlüssel zum Erfolg

Was unsere Kollegen von uns denken

Kollegin W. ist generell überfreundlich, platzt gerne freundlich säuselnd und mit überschwänglichen Komplimenten ins Büro. A. dafür verdreht bereits die Augen,  wenn man nur auftaucht und C. hockt ständig mit ihrem dicken Popo auf dem Schreibtisch von Kollegin S. und hält große Vorträge. Um das „Warum macht meine Kollegin/mein Kollege das?“ rankt sich meistens ein großes Fragezeichen. „Dabei lässt sich dank der Körpersprache ganz einfach lesen, was unsere Kollegen von uns denken und was sie von uns halten“, so Karriere-Coach Brigitte Marx-Lang. In MADONNA verrät der Profi, wie wir erkennen, ob uns unsere Kollegen mögen oder uns für faul, inkompetent oder sogar wenig loyal halten. Dazu gibt sie Tipps, wie wir unser Image revidieren können und dadurch noch erfolgreicher und beliebter im Job werden.

Man hält Sie für inkompetent wenn…

Für inkompetent, so Brigitte Marx-Lang, hält uns dann jemand, wenn er oder sie uns unterbricht und wenn ein leichtes maliziöses Lächeln gezeigt wird. Das heißt: Die  Mundwinkel werden hoch gezogen und/oder das Gegenüber rollt mit den Augen. Weiteres Anzeichen: Im Meeting unterhalten sich die anderen, während ich rede. Frauen neigen dazu sich abzuwenden und zu kichern. Bei Männern gilt ganz generell: Sie haben einen hohen Sozialstatus, wenn sie die Aufmerksamkeit des Ranghöchsten bekommen. Wenn mir ein männlicher Kollege also Aufmerksamkeit entzieht, hält er mich für inkompetent.
Tipp: Ansprechen! Sagen Sie: „Mir fällt auf, dass hier Randgespräche stattfinden, ist das etwas, das zum Thema beiträgt, dann lassen Sie mich daran teilhaben…“ Auf keinen  Fall lauter werden! Das gilt gerade für Frauen, da bei ihnen häufig die Stimme kippt, wenn sie angestrengt reden. Wer leise bleibt, der signalisiert: „Leute, ich habe es nicht nötig! Es kann aber sein, dass ihr etwas verpasst.“

Man hält Sie für weniger loyal, wenn…
...man Ihnen gegenüber verstärkt ein Kindchen-Schema zeigt. Große aufgerissene runde Augen, ein Lächeln, das bis zu den Ohrläppchen reicht und viele entblößte Zähne. Das ist eine Demutsgeste, eine Art besänftigende Handlung. Wenn dann auch noch hochgezogene Schultern hinzukommen und ein devotes Nicken, dann versucht man Sie gnädig zu stimmen, damit man nicht in die Schusslinie Ihrer Illoyalität gerät.  
Tipp: Beziehungsarbeit leisten! Zum Beispiel in Form von Komplimenten: „Sie haben tolle Schuhe!“ Sprechen Sie Dinge positiv an.  Es muss aber von Herzen kommen,  sonst mutet es wie Schleimerei an. Man kann sich aber dazu erziehen, positive Dinge beim Gegenüber wahrzunehmen. Das erhöht die eigene Lebensqualität und ist genial, um gute Beziehungsarbeit zu leisten.

Man hält sie für faul, wenn…
... eine starke Gereiztheit mir gegenüber an den Tag gelegt wird. Wenn ich merke, dass ich Aggressionen wachrufe. Wenn mir nichts auf den Tisch gelegt wird – sprich, mir keine Aufgaben zugeteilt werden. Der Chef reagiert, indem er mich auffordern lässt, in sein Büro zu kommen. Das ist ein klares Dominanzzeichen. Denn ranghöher ist der, der bewegt und einschränkt.  
Tipp: In diesem Fall ist ein Coaching wichtig. Denn Faulheit per se, so die Expertin, gibt es nicht. Häufig ist der Grund eine Entmutigung („Mir ist im ganzen Leben noch nichts gelungen“), eine Resignation (Depressionen), Unterforderung („Bore-Out“) oder ein privates  Problem.

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