Vater schreibt Brief an seine tote Tochter

24-Jährige trinkt sich zu Tode

Vater schreibt Brief an seine tote Tochter

Leberversagen: Alkoholkranke Frau trank drei Liter Apfelwein am Tag.

Im August starb die erst 24-jährige Leigh Thomson an Leberversagen. Die junge Schottin trank drei Liter Apfelschaumwein am Tag - der Alkohol vergiftete den Körper langsam. Sie hatte eine vielversprechende Zukunft als Forscherin vor sich - sie studierte Biochemie, wollte Karriere machen. Doch die Sucht nahm die Überhand in ihrem Leben. Bereits mit 17 begann sie zu trinken und starb sieben Jahre später an den Folgen ihrer Alkoholsucht - genau wie ihre Mutter.

Leighs Vater Jim schrieb der britischen Zeitung „Daily Record“, die den Brief an seine tote Tochter veröffentlichte. Darin schildert er die Trauer um sein Kind, was Leigh sich alles für ihr Leben erträumt hatte, und die Sucht, die dann letztendlich zum Tod führte. Es ist ein berührender Apell an andere Menschen, die ebenfalls mit Suchtproblemen in der Familie zu kämpfen haben: nämlich rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Liebe Leigh,

wir sind alle zutiefst betrübt, weil wir dich verloren haben - erst recht, weil es in so jungen Jahren geschah. Wir denken jeden einzelnen Tag an dich. Ein Vater sollte niemals länger leben als seine Tochter - so ist das nicht gedacht.

Wir haben dich im August verloren - du wärst bald 25 geworden, dein Geburtstag ist an Halloween. Ich weiß, dass ich dich nicht mehr wiedersehen werde, obwohl ich es immer noch nicht glauben kann. Deine Abwesenheit hinterlässt ein Loch, das nichts füllen kann.

Du warst ein gescheides, aufgewecktes Mädchen mit soviel Leben und Liebe in dir. Die Welt lag dir zu Füßen. Du wolltest in die USA reisen, auf der Route 66 entlangfahren und dich auf Hawaii entspannen aber das sollte nicht sein.

Ich weiß, dass du hart gekämpft hast, um bei uns zu bleiben. Durch deine Krankheit lagen manche Dinge einfach außerhalb deiner Kontrolle. Ich hoffe nur, dass andere aus deiner Situation lernen können. Wenn wenigstens ein Mensch nach diesem Brief Hilfe sucht, war dein Verlust nicht umsonst.

Du hattest soviel zu bieten aber du wirst in unseren Herzen weiterleben. Ich werde dich immer lieben, egal wo du bist und egal wo ich bin.

In inniger Liebe,

Papa