Untergewichtige dürfen nicht Modeln

Neues Gesetz in Israel

Untergewichtige dürfen nicht Modeln

Israel setzt sich gegen den Magerwahn im Modelbiz ein und untersagt nun die Beschäftigung von untergewichtigen Models.

In Israel wurde nun ein neues Gesetz erlassen: untergewichtige Models dürfen nicht mehr bei großen Schauen mitlaufen oder für Shootings gebucht werden. Das Land hielt sich zwar bisher eher im Hintergrund und kann mit großen Modemetropolen wie London, Paris, New York und Mailand nicht konkurrieren, doch auch dort scheint der Magerwahn in der Modeindustrie präsent zu sein.

Unterernährte Models
Auslöser dafür war wohl auch einer der vielen Magersucht-Fälle: Model Danielle Segal. Der 19-jährigen wurde am Anfang ihrer Karriere, als sie bei einer Größe von 1m70cm 53 wog, gesagt sie sei „zu dick“. Segal hungerte sich in kürzester Zeit 13kg weg, brachte schlußendlich nur noch 40kg auf die Waage. Die Folge: sie wurde mit 19 Jahren bereits zweimal  wegen massiver Unterernährung ins Krankenhaus eingeliefert. Sie ist nur eines der vielen Beispiele dafür, wie junge Frauen von dem harten Modelbiz dazu „inspiriert werden“ sich auf Haut und Knochen abzumagern, um für Shows gebucht zu werden.

Durchsetzbar?
Jetzt kämpft Israel gegen diese gefährlichen Trends an, die Beschäftigung von untergewichtigen Models soll strikt untersagt werden. Das Gesetz verlangt einen medizinischen Befund der nicht  älter als drei Monate sein darf, damit Models für Kampagnen oder Laufstege gebucht werden dürfen. Ob sich Agenturen daran halten werden ist allerdings fraglich. Das Gesetz erntete bereits mehrfach Kritik. In der Szene sei es schließlich bekannt, dass es weder Designer noch Agenturen besonders genau mit Richtlinien wie diesen nehmen. 

Models sollen demnach zu jedem Shooting oder jeder Show ihren ärztlichen Befund mitnehmen, der den vorgegebenen Standard der World Health Organization erfüllt. Zusätzlich muss jedes Bild, das von Photoshop bearbeitet wurde, kenntlich gemacht werden.

Diashow: Stars im Mager-Wahn

Isabelle Caro (* 9. September 1982 in Paris; † 17. November 2010 in Paris) starb an den Folgen ihrer jahrelangen Magersucht. Ihr niedrigstes Gewicht war 25kg. Sie wurde bekannt durch die Anti-Magersucht Fotokampagne auf der sie nackt ihren abgemagerten Körper zeigte. Nach ihrem Tod beging ihre Mutter im Januar 2011 Suizid.

Serien-Star Portia de Rossi (38) war 18 Jahre lang magersüchtig. Zu ihren schlimmsten Zeiten wog Rossi 37 Kilo.

Ein Model bei der Chanel Show 2011. Dürr ist chic: die Mager-Diktatur der Modewelt erlaubt keine Pardons.

Gefährlich dünn: Allegra Versace, Tochter von Donatella Versace soll im Frühjahr 2007 nur noch 30kg gewogen haben und künstlich ernährt worden sein. Seit Jahren kämpft sie gegen ihre Essstörung.

Dünn und dünner: Portia de Rossi mit „Ally McBeal“-Serien-Kollegin Calista Flockhart.

Demi Moore spindeldürr nach der Trennung von Ashton Kutcher.

Immer mehr Hollywood-Stars leiden unter dem großen Druck, schlank zu sein. Claudia Schiffer.

Immer mehr Hollywood-Stars leiden unter dem großen Druck, schlank zu sein. Mary-Kate & Ashley Olsen.

Mary-Kate Olsen - abgemagert, entkräftet und unglücklich. Der Kinderstar kämpft seit Jahren mit der Magersucht.

Nicole Richie in ihrer dürrsten Zeit: nur noch Haut und Knochen...

Auch Lindsay Lohan konnte dem Druck des Dünn-Seins in Hollywood nicht Stand halten. Exzessive Parties und Koks sollen ebenfalls dazu beigetragen haben.

Lollipop-Figur: Paris Hilton's riesiger Kopf in Proportion zum dürren Körper ist ein typisches Anzeichen für Bulimie.

Victoria Beckham total ausgezerrt. Herausstehende Schlüsselbeinknochen, eingefallenes Gesicht, dürre Beine- das einstige Spice-Girl hielt jahrelang strikte Diäten.

Beverly Hills Star Tori Spelling gilt seit Jahren als essgestört. Extreme Gewichtsab- und -zunahmen und Schönheitsoperationen hinterließen deutliche Spuren an ihrem entkräfteten Körper.