Scientology Hintergründe

So tickt die Sekte der Stars

13.07.2012

Von Weltherrschaft und Aliens ist bei Scientology die Rede. Aber warum richten Stars wie Tom Cruise und Co. ihr ganzes Leben nach der geheimnisvollen Sekte?

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© Getty Images/Reuters
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john Travolta, Tom Cruise, Kelly Preston, Will Smith, Juliette Lewis, Priscilla Presley und Lisa-Marie Presley – die Mitglieder-Liste der Church of Scientology liest sich wie das Who’s who von Hollywood. Aber was zieht die Top-Elite der Traumfabrik so in den Bann? Und welche Ziele verfolgt die Sekte, die in Deutschland verboten ist und sogar unter der Aufsicht des Verfassungsschutzes steht? Eine Ursachenforschung.
Entstehungsgeschichte. 1950 veröffentlicht der bis zu diesem Zeitpunkt mäßig erfolgreiche Science-Fiction Schriftsteller L. Ron Hubbard das Buch Dianetik, worin er Therapien entwarf, die das Ziel hatten, unsterbliche Genies zu schaffen.

Erstaunlicherweise verzeichnete das Buch einen gewissen Erfolg, sodass er daraufhin eine als Dianetik bezeichnete Lehre mit entsprechenden Seminaren begründete. 1954 entschied sich der damals 42-Jährige dann aus steuerlichen Gründen dafür, eine Kirche mit dem Namen Scientology zu gründen.
Auf Promi-Jagd. PR-Genie Ron Hubbard hatte auf seinem „religiösen“ Feldzug schon recht früh eine Strategie entwickelt, die ihm helfen sollte, möglichst viele Anhänger für seine Scientology-Organisation zu gewinnen. 1955 rief er das „Project Celebrity“ ins Leben. In einem schriftlichen Befehl wies er seine Jünger damals an, Berühmtheiten wie Marlene Dietrich, Greta Garbo, Ernest Hemingway oder Walt Disney zu rekrutieren, um Scientology attraktiv zu machen. Doch zunächst ohne nennbaren Erfolg.

Erst in den 90er-Jahren ging das Konzept auf und Scientology wurde die Hollywood-Religion mit Tom Cruise als größtem Trumpf im Kampf um die öffentliche Meinung weltweit. Und so war es natürlich auch der Mission Impossible-Star, der im September 2004 und im November 2006 zwei neue Europazentralen mit dem Hubbard-„Erben“ und -Nachfolger (Hubbard starb 1986) David Miscavige feierlich einweihte. Bei dieser Gelegenheit erklärte der Sekten-Chef Miscavige auch gleich, dass kommende Generationen Tom Cruise huldigen würden, „wie man heute Jesus Christus verehrt“ , denn ER sei der „Auserwählte“ und „Prophet“ , der den „Glauben“ von Scientology in der ganzen Welt verbreiten werde. Scientology hatte ihren größten Star für die größte denkbare Rolle nominiert: den Messias.

Praktiken der Sekte
Als Messias hat man freilich viele Aufgaben. Eine davon ist es, neue Mitglieder zu rekrutieren. Da fischt jemand wie Tom Cruise natürlich in ganz anderen Gewässern. Und so standen auf der Scientology Wunschliste Namen wie David und Victoria Beckham oder Jennifer Lopez. Denn, „eine Kultur ist nur so groß wie ihre Träume. Und geträumt werden Träume von Künstlern“, hatte der hollywoodgestählte Sektenmeister Hubbard einst erkannt. 50 Jahre später ist der Traum des Gurus Realität geworden. Scientology ist im ganz großen Stil in Hollywood angekommen und und hat es zur Trend „Religion" Nummer eins in beverly Hills gebracht....

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