Sigrid Hauser & Victor Gernolt: Unvergleichliches Paar

Das große Interview

Sigrid Hauser & Victor Gernolt: Unvergleichliches Paar

Er war einer der wenigen, die Peter Alexander zuletzt besuchen durften. Jetzt widmet Viktor Gernot (46) gemeinsam mit Sigrid Hauser (50) seinem Vorbild einen großen Abend. In „Musik liegt in der Luft“ interpretieren sie das geniale Bühnenpaar Peter Alexander und Caterina Valente, die wiederum mit Sigrid Hauser befreundet ist. Im persönlichen MADONNA Talk sprechen der Womanizer und die Vollblutkomödiantin über Idole, Fans und das Leben abseits der Bühne. Gernot verrät, warum er dort gern mal der „Trottel“ ist.

Wie kamen Sie auf die Idee, die alten „Schnulzen“ wieder aufleben zu lassen?
Viktor Gernot: Das war eine Idee von Intendantin Kathi Zechner und mir. Wir wollten einen altmodischen Abend mit großem Orchester machen. Es wird, wie ich sage, „großes Besteck“.
Wie haben Sie die Lieder ausgewählt?
Sigrid Hauser: Zu dem Kleid beispielsweise, das ich heute fürs Fotoshooting trage, habe ich mir ein Dionne Warwick Medley gewünscht.
Peter Alexander, den Sie sehr verehrt haben, spielt eine große Rolle an diesem Abend. Welchen Anspruch stellen Sie an sich selbst, wenn Sie in seine Fußstapfen treten?
Gernot: Natürlich werde ich auch eine kurze Parodie machen, aber musikalisch werde ich die Lieder, die er berühmt gemacht hat, so aufrichtig und ernsthaft singen, wie es mir möglich ist. Wahrscheinlich werde ich sehr nervös sein.
Wie haben Sie Caterina Valente kennengelernt?
HauseR: Sie hat mich zum Frühstück eingeladen und ich durfte sie anschließend mehrmals besuchen. Sie kam in einige meiner Vorstellungen. Ich bewundere sie sehr.

Was bewundern Sie so sehr an Peter Alexander?
Gernot: Er war einer der größten Könner, die es in dieser Branche in Österreich jemals gegeben hat. Immer wenn ich ihn treffen durfte, ist mir aufgefallen, dass bei ihm sehr viel von der Bühnenpersönlichkeit in der Privatperson steckte. Damit meine ich sein Charisma, seine Menschlichkeit und sein Lächeln, das ihn immer begleitet hat.
Trotzdem hat er zum Schluss sehr einsam gelebt...
Gernot: Lebensmenschen sind von ihm gegangen, seine Frau und seine Tochter. Der Tod der beiden hat natürlich eine unglaubliche Lücke in sein Leben gerissen. Er hatte einen kleinen Freundeskreis, den er gepflegt hat. Doch er hat immer die Bedingung gestellt, dass man zu ihm kommt, weil er nicht viel außer Haus gegangen ist. Er war im Ruhestand. Er wollte kein Peter Alexander mehr sein.
Wie gehen Sie mit Ihrer Bekanntheit um?
Hauser: Die meisten Leute sind sehr freundlich. Aber einmal bin ich aus dem Haus gegangen, um Klopapier zu kaufen, da hat mich eine Frau angesprochen, dass ich auf dem Cover einer Zeitschrift zu sehen sei, aber darauf ganz anders aussehen würde. Ich habe versucht, ihr zu erklären, dass ich natürlich nicht im Abendkleid Klopapier kaufen gehe. Darauf hat sie ganz freudig gerufen: „Sie gehen tatsächlich Klopapier kaufen?“
Gernot: An dieser Stelle möchte ich mich outen: auch Künstler sch... (lacht).
Ist es einfacher, so einen Abend zu gestalten, wenn man – so wie Sie – einander mag und sich so gut kennt?
Gernot: Es ist sogar sehr viel einfacher, weil man nicht immer alles erklären muss.
Hauser: Wir wissen immer sofort, was der andere meint. Ein bisschen wie bei einem alten Ehepaar. Wir haben ja auch keinen Sex (lacht).
Viktor Gernot ist ein Womanizer. Warum kommt er so gut bei Frauen an?
Hauser: Er ist wahnsinnig fesch, hat viel Humor und ist unglaublich nett. Dann ist da auch noch diese Stimme. Er ist einfach fantastisch.
Gernot: (lacht)
Warum lachen Sie?
Gernot: Das liegt im Auge des Betrachters. Ich will nicht sagen, dass ich mir nicht gefalle, aber es gibt viele Männer, die besser aussehen als ich. Der Nia (Anm.: Michael Niavarani) zum Beispiel hat großen Sex-Appeal und es gibt viele Frauen, die ihn nicht von der Bettkante stoßen würden. Brad Pitt sieht natürlich besser aus als ich und auch Felix Gottwald ist wahnsinnig fesch. Das sind aber auch schon die Einzigen. Mehr fallen mir doch nicht mehr ein (lacht).
Welche Ansprüche stellen Sie umgekehrt an eine Frau?
Gernot: Dass sie über meine Witze lacht (lacht). Nein, natürlich muss sie genauso sein wie meine Freundin.
Wie geht Ihre Freundin damit um, dass Sie so beliebt bei den Frauen sind?
Gernot: Wir sind seit über dreieinhalb Jahren zusammen und sie ist nicht aus dieser Branche, obwohl sie mittlerweile meine Managerin ist. Natürlich hat sie mich jeden Tag zu Hause, beim Einschlafen und beim Aufstehen und bei all den Dingen, die man als Paar so macht. Sie weiß um meine Normalität. Ich brauche es, dass sie mir hin und wieder sagt, dass ich ein Trottel bin und gefälligst das Geschirr wegräumen soll.
Welche Ansprüche stellen Sie an einen Mann?
Hauser: Er muss Humor und vor allem Verständnis für meinen Beruf haben. Außerdem sollte er für sich selber sorgen können.
Gernot: Von einem Mann würde ich aber schon verlangen, dass er dir jeden Tag sagt, wie großartig du bist.
Hauser: Ja, ich eigentlich auch (lacht).
Herr Gernot, Sie dürfen eine Person mit auf eine einsame Insel nehmen: Ihre Freundin oder den Niavarani. Wen wählen Sie?
Gernot: Ich nehme meine Freundin mit – und ein Nia-Poster, um unser Sexleben etwas aufzupeppen (lacht).
 

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