Harte Kritik für Modelabel

Sexistisch oder geschmackvoll?

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Um Schmuck an den Mann zu bringen, wurden nackte Frauen als Requisite benutzt. Vielen ging das zu weit.

Es ist Geschmackssache ob einem diese Bewerbung von Männerschmuck nun gefällt oder nicht. Der Zielgruppe gefiels jedenfalls. Und aus Sicht einer wirtschaftlich denkenden Unternehmens, das einzige was zählt. Innerhalb eines (!) Tages war die gesamte Kollektion  ausverkauft. Aber neben Geld kassierte das australische Modelabel auch ordentlich Kritik. In den sozialen Netzwerken fallen nicht selten die Worte, `widerlich´ und `sexistisch´. Darstellungen wie diese stärken das System von der Frau als Mensch zweiter Klasse. Die Kampagne zeigt wiedermal, dass Frauen in unserer Gesellschaft immer noch als Sexobjekt gesehen werden, was sich wiederum auf die Haltung zu Missbrauch und Gewalt gegen Frauen auswirkt.

„Sexist as hell“
Die Stellungnahme von I love Ugly klingt alles andere als verständnisvoll oder einsichtig: „Die Rückmeldungen zur letzten Werbekampagne waren gemischt. Manche lieben sie. Andere hassen sie. Aber wenn du es schaffst für dermaßen Aufregung zu sorgen, bist du gut in deiner Sache.“ Das heizte die Stimmung nur noch weiter an und sorgte für Empörung. Dem Unternehmen wurde von vielen Seiten vorgeworfen eine denkfaule Kampagne entwickelt zu haben, die höllisch sexistisch ist. Ob sie es genau darauf abgesehen haben und es Ziel war, durch die Kritik in aller Munde zu sein, sei dahin gestellt. Von Seiten der Labels heißt es lediglich, dass sie mit dieser Art der Inszenierung, Männern die Scheu Schmuck zu tragen, nehmen wollten. Um vermutlich doch nicht dauerhaft mit dem Ruf frauenfeindlich zu sein behaftet zu sein, stellte das Unternehmen Fotos aus umgekehrter Perspektive, sprich nackte Männer, die von Schmuck tragenden Frauen begrabscht werden, online. Wenn schon sexistisch, dann zumindest gleichberechtigt. 

Sexistisch oder geschmackvoll?

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