Powerfrau im Interview

'Frau sein ist erst mit 30 richtig gut!'

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Penélope Cruz ist frisch verheiratet, im fünften ­Monat schwanger und beruflich erfolgreich wie nie. Der Talk.

Zwei große Träume hatte Penélope Cruz (36) als ­kleines Mädchen:  „Schauspielerin zu werden und Mutter zu werden.“ Alle Träume sind in Erfüllung gegangen. Im Juli heiratete sie Schauspielkollegen Javier Bardem (41) auf den Bahamas. Im Frühjahr nächsten Jahres kommt ihr erstes Kind auf die Welt.

Penélopes Geheimnis
Im Interview spricht die Hollywood-Beauty und Designerin (aktuell für Vögele) über ihr Erfolgsgeheimnis, Leidenschaften und Familienglück.

Sie stehen derzeit für „Fluch der Karibik 4“ vor der Kamera. Wollten Sie schon immer Schauspielerin werden?
Penélope Cruz:
Als kleines Mädchen war mein großer Traum, Primaballerina zu werden oder eine berühmte Tänzerin. Ich bin fast zehn Jahre, also bis zu meinem 15. Lebensjahr, zur Ballettausbildung gegangen. Zur Schauspielerei bin ich eher zufällig gekommen. Denn mit zehn wurde ich großer Filmfan. Aber dass das mit der Schauspielkarriere geklappt hat, habe ich sicher dem Ballett zu verdanken.

Können Sie das erklären?
Cruz:
Als Tänzerin habe ich vor allem eiserne Disziplin und den Willen, hart zu arbeiten, gelernt. Beides ist unbedingte Voraussetzung, wenn man es zu etwas bringen will. Ein schönes Gesicht allein genügt nicht, wenn man ernsthaft Erfolg haben will.

Aber es hilft…
Cruz:
Tatsächlich? Da bin ich mir nicht so sicher. Oft wird man gerade deshalb nicht ernst genommen. Jedenfalls musste ich lange gegen dieses „Beauty-Image“ ankämpfen. Anfangs dachten doch die meisten nur: Hübsche Beine, aber  nichts im Kopf.

Sie haben sich durchgesetzt, sogar in Hollywood.
Cruz:
Hoffentlich! Aber wenn man nicht mit großer Leidenschaft und Aufopferungsbereitschaft bei der Sache ist, kann man wieder schnell weg vom Fenster sein. Und was mich angeht, ich will auch noch Filme machen, wenn ich jenseits der 50 bin.

Wie schwierig ist es, in dem Business älter zu werden? Mit 30 gehören ja manche schon zum alten Eisen.
Cruz:
Ist das nicht pervers? Dabei glaube ich, dass wir Frauen uns erst jenseits der 30 richtig entfalten . Männern gesteht man diesen Reifeprozess ja ohne Weiteres zu. Da reden dann alle vom „guten Wein“, der im Alter angeblich immer besser werden soll. Ich lasse mich weder von solchen Macho-Klischees noch vom Jugendwahn verrückt machen.

Nach welchen Kriterien wählen Sie mittlerweile aus, in welchen Filmen Sie mitspielen?
Cruz:
Ich schaue mir ein Projekt immer als Ganzes an und sage Ja, wenn mir etwas nicht mehr aus dem Kopf geht. Früher war ich süchtig danach, am Set zu sein. Ich habe drei, vier Filme im Jahr gedreht. Heute mache ich einen Film nur, wenn ich wirkliche Leidenschaft dafür verspüre. Die restliche Zeit, wenn ich nicht arbeite, genieße ich mein Leben.

Wie genau genießen Sie es? Mit ausgedehnten Reisen etwa?
Cruz:
Einer meiner Lieblingsplätze ist die Karibik. Ich fühle mich dort wie ein Affe – der perfekte Zustand (lacht). Ich liebe auch meine Heimatstadt Madrid, wo ich zum Teil lebe.  

Was inspiriert Sie? Als Frau und als Schauspielerin.
Cruz:
Meine beruflichen Vorbilder sind Anna Magnani oder Meryl Streep. Immer, wenn ich Meryl sehe, muss ich sie küssen, so sehr bewundere ich sie. Als Frau muss ich sagen, dass ich ein sehr enges Verhältnis zu meiner Mutter habe. Sie brachte mich auf die Welt, als sie 21 war. Ich konnte mit ihr immer über alles sprechen.  

Auch Sie werden bald Mutter.
Cruz:
Ich dachte früher, dass ich kein ganzer Mensch wäre, wenn ich keine Kinder kriege. Ich glaube, ich werde eine perfekte Mutter. Ich liebe Kinder!

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