Pakistanerin klagt FHM wegen Nacktfotos

Schadenersatz

Pakistanerin klagt FHM wegen Nacktfotos

Die pakistanische Schauspielerin Veena Malik, die mit einem Nacktfoto auf der Titelseite der indischen "FHM" für Empörung in ihrer Heimat gesorgt hat, hat Klage gegen das Männermagazin eingereicht. Maliks Sprecher Sohail Rasheed sagte am Montag, die Schauspielerin verlange 100 Millionen Rupien (rund 1,5 Millionen Euro) Schadenersatz, weil das Foto nachträglich bearbeitet worden sei. Das Magazin habe damit Maliks "Glaubwürdigkeit und Charakter" beschädigt. Der Herausgeber von "FHM" Indien, Kabeer Sharma, wies den Vorwurf zurück und kündigte am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter an, er werde die Fotos vom Shooting zum Beweis veröffentlichen.

Malik hatte erklärt, sie habe sich nicht nackt ablichten lassen. Zwar ist die Dezember-Ausgabe noch nicht im Handel, aber eine Vorschau auf der Internetseite des Magazins löste bereits erheblichen Wirbel aus. Für Ärger in Pakistan sorgten neben der Nacktheit die Initialen ISI auf ihrem Arm. Diese stehen für den mächtigen pakistanischen Geheimdienst Inter Service Intelligence, dem Indien immer wieder vorwirft, hinter Anschlägen auf indischem Boden zu stecken. Sharma wollte nach eigenen Angaben mit dem Foto ironisch auf Indiens Besessenheit mit dem ISI anspielen.

Malik hatte am Samstag dem pakistanischen Fernsehsender Geo TV gesagt, sie sei damit einverstanden gewesen, für das Fotoshooting "in humorvoller Weise" die ISI-Aufschrift zu tragen. "Aber ich habe keine Nacktfotos gemacht. Meine Bilder wurden bearbeitet." "FHM"-Herausgeber Sharma sagte der Nachrichtenagentur AFP, möglicherweise fürchte Malik Konsequenzen und streite deswegen die Nacktaufnahmen ab. "So sieht sie aus, sie hat einen tollen Körper", fügte er hinzu. Malik ist in Indien bereits durch die Reality-Show "Big Boss" bekannt, der indischen Version von "Big Brother".

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