Sollte eine 4-Jährige so aussehen?

Mini-Fashionista oder Mamas Modepuppe?

20.11.2014

Anayah Iglesia ist gerade vier Jahre alt und schon ein Instagram-Modestar. Aber muss das sein?

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© instagram.com / anayahs_worlds
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Francoise Ayala ist mächtig stolz. "Meine Tochter liebt es so sehr, sich zu stylen und zu posen! Sie sucht sich ihre Looks selber aus. Und dass sieht so gut aus, dass ich es mit der Welt teilen wollte."

Instagram-Fashionista mit nur 4 Jahren
Ihre Tochter, dass ist Anayah Iglesia, 4 Jahre alt, Instagram-Fashionista. Das kleine Mädchen post, lächelt, schwingt die Hüften und streckt den Po in die Kamera. Immer perfekt durchgestylt, immer perfekt lächelnd, angeblich immer in Kleidung, die sie alleine aussucht. "Sie hat einen ganz eigenen Stil. Sie liebt mädchenhafte Accessoires und Röcke. Es ist alles klassischer casual chic," so ihre Mutter. Doch nicht nur diese Behauptung ist fragwürdig, auch die ganze Aktion hat einen bitteren Beigeschmack.
 

Make-Up und perfekte Haare
Als Anayah noch ein Baby war, achtete ihre Mutter schon darauf, dass sie immer hübsch und gut angezogen war, und es dabei trotzdem noch bequem hatte. Kleider machen Leute, da ist sie sich sicher. Umso unwahrscheinlicher ist es, dass das kleine Mädchen heute alleine auf diese Outfits kommt und es ihre Idee war, einen Instagram-Account für sie zu starten.
Möchte sie das überhaupt? Denn auch wenn ihre Mutter das Gegenteil behauptet: Anayah ist nicht nur in Sachen Outfit perfekt. Das Mädchen trägt offensichtlich Make-Up und hat perfekt gemachte Haare. Und das kann sie mit vier Jahren nicht alleine.
 

Ein gefundenes Fressen für Pädophile
Viele Eltern vergessen die Gefahren des Internets. Francoise Ayala verkauft mit diesen Bildern nicht nur die Jugend und Unschuld ihrer Tochter, sie setzt Anayah auch Pädophilen aus. Die Kleine sieht auf ihren Instagram-Bildern oftmals sexy aus. Eines der Bilder ist sogar mit "Mein kleines Pin-Up-Girl" betitelt. Francoise macht aus ihrer Tochter eine Lolita, und Männer weltweit können die Fotos des Mädchens sehen. Verrückte gibt es überall, und man weiß nie, wozu diese Menschen fähig sind. Francoise bringt ihre Tochter fahrlässig in Gefahr, und sie scheint dass nicht mal zu merken.


Das Internet ist ewig
Des Weiteren ist es zu bezweifeln, dass Francoise ihre Tochter jemals um Erlaubnis gefragt hat, diese Bilder online zu stellen. Sie verletzt damit das Persönlichkeitsrecht der kleinen "Fashionista". Bilder, die einmal im Internet stehen, sind nie wieder weg, auch wenn sie offiziell gelöscht werden. Das Internet ist ewig.
Fragwürdig, ob Anayah in 20 Jahren glücklich darüber sein wird, dass ihre Mutter so für Werbezwecke verwendet hat.
Inzwischen ist das Kind nämlich Brand Ambassador. Das heißt, sie trägt verschiedene Marken und wird dafür bezahlt. Allein diese Aussage lässt schon bezweifeln, dass sich Anayah wirklich selber stylt. Denn woher soll die Kleine wissen, was sie zu tragen hat um Geld zu verdienen?

Anayah ist keine Mini-Fashionista. Sie ist eine Modepuppe für ihre Mutter.

 

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