Magerwahn: Shitstorm für Topshop

Streichholz-Beinchen

Magerwahn: Shitstorm für Topshop

Das Foto eines schlanken Mädchens neben einer Schaufensterpuppe sorgt im Netz für Furore.

Wie dünn ist zu dünn? Diese Frage sollte sich momentan vor allem der britische Modegigant „Topshop“ stellen.  Denn ein Foto der Studentin Becky Leigh Hopper bringt gerade die sozialen Netzwerke zum brodeln. Auf dem Bild ist Beckys Freundin Georgia Bibby zu sehen, die neben einer Schaufensterpuppe in der Topshop-Filiale in Hull/England steht. Georgia trägt Größe 36/38, und dennoch wirkt sie neben der Puppe fast schon pummelig.

„Kein Mädchen ist so dünn!“
 Becky teilte das Foto auf Twitter, und über 5000 User verbreiteten es weiter. Die Reaktionen sind fast überall die Gleichen: „Hört auf mit falschen Schönheitsidealen!“, „Ich habe noch kein Mädchen gesehen, dass so dünn ist!“, „Zeigt Schaufensterpuppen mit realen Proportionen!“. Nach Abercrombie &Fitch, die mit dem Launch der neuen Größe ‚000‘ (entspricht einer Größe 28!) für Furore gesorgt haben, ist es nun also Topshop, die sich wegen der Unterstützung des Magerwahns scharfen Kritiken stellen müssen. Bis jetzt hat der Konzern allerdings noch nicht auf die Vorwürfe reagiert.

„Skinny-Shaming“ Vorwurf
Überraschenderweise gab es allerdings auch viel negative Kritik auf den Sozialen Netzwerken zu lesen. Ihnen wurde“ Skinny-Shaming“, also das Beleidigen dünner Mädchen, vorgeworfen. Georgia wurde sogar als Fett bezeichnet. Doch die Studentin fühlt sich dadurch nicht angegriffen, sondern sogar bestätigt. Es sei nur ein Beweis dafür, wie weit dieser Schlankheitswahn bereits gegangen und wie gefährlich er gerade bei jungen Menschen ist. Dabei möchten sie gar nicht, dass die Puppen aus den Shops verschwinden. „Wir wünschen uns, dass nicht nur dieser Figurtyp gezeigt wird. Wir fordern Schaufensterpuppen in allen Größen und Formen.“ Denn Georgia und Becky sind sich einig: Nur so können Teens verstehen, dass Schönheit nicht nur in Size 0 zu finden ist.