Phänomen "Sugar Baby"

Luxus-Studentinnen lassen sich von Reichen beschenken

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Pradatäschchen und Nobel-Dinner: Der kostspielige Lifestyle dieser Studentinnen wird von älteren Männern finanziert.

WG-Zimmer, Mensa-Menüs und Klamotten aus dem Secondhand-Shop - Studenten leben in der Regel besonders sparsam. Wenn es nach den sogennanten Sugar Babys geht, muss das aber nicht sein. Sie angeln sich reiche Männer, die Ihnen während der Studienzeit finanziell unter die Arme greifen.

Über die Website "Seeking Arrangement", einer Premium-Kontaktbörse, die sich an "erfolgreiche und attraktive" Menschen richtet, suchen die jungen Frauen nach spendablen Sugar Daddys. In den Universitätsstädten Englands boomt der Trend regelrecht. Hunderte weibliche User fischen dort nach wohlhabenden Männern. So auch die 19-jährige Andrea aus Brixton. Ihr nobler Gönner übernimmt nicht nur die Miete ihrer Studentenwohnung, sondern verwöhnt sie auch mit Einladungen in Nobelrestaurants und Designerbags. An dieser Form der Verbindung sieht Andrea nichts Verwerfliches. Sie würde niemanden Daten, den sie nicht auch attraktiv fände, erklärte sie der britischen Daily Mail. Sex kann Teil der Verbindung sein, muss es aber nicht. Andrea hat mit ihrem Sugar Daddy geschlafen und ihn bereits den Eltern vorgestellt. An einer richtigen Beziehung hätte sie derzeit aber kein Interesse.

Sugar Baby Andrea

Seeking Arrangement
© Seeking Arrangement

Andere Sugar Babys ziehen eine strikte Grenze: Dates ja, Sex nein. Manche Männer begnügen sich mit Kino-Dates oder gemeinsamen Dinnern. Für Sugar Baby Ali, 22, aus Oxford kommt Sex nicht in Frage. Sie hat zwei Sugar Daddys, welche sie im Austausch für Dates mit Designer-Klamotten versorgen. Ali glaubt, dass viele ältere Männer einfach nach Gesellschaft suchen. Bis sie ihren Master-Abschluss hat, will sie die Verbindungen zu ihren spendablen Freunden pflegen. Danach soll aber Schluss sein.

Sugar Baby Ali datet ältere Männer - im Gegenzug gibt es Geschenke

Seeking Arrangement
© Seeking Arrangement

Die Website agiert international. Seit 2006 haben sich fünf Millionen User registriert. Viele Studentinnen geben an, dass sie dank dieser Form der Austauschs ihr Studium finanzieren können und nach dem Abschluss keinen Schuldenberg abbezahlen müssen.

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