Hundeleben im Rampenlicht

Deutschlands Hundeflüsterer Martin Rütter

Hundeleben im Rampenlicht

Vor elf Jahren begann seine wahrhaft beispiellose TV-Karriere. Ein Tauschgeschäft verhalf Martin Rütter (42) zu seiner ersten Fernsehsendung.  „Ich half einem jungen Pärchen mit ihrem aggressiven Hund. Und weil sie sich die Einzelstunden nicht mehr leisten konnten, boten sie an, die Trainingseinheiten mitzufilmen“, erinnert sich der sympathische Hundetrainer heute und setzt grinsend nach: „Irgendwie dürften wir den Nerv der Zeit damit getroffen haben, denn drei Tage später hatten wir dafür einen TV- Sender.“

Quote verzehnfacht

„Nach der ersten Ausstrahlung hatten wir beim WDR die Quote von 80.000 Zusehern auf 900.000 erhöht“, erzählt der vierfache Familienvater nicht ohne Stolz. Heute hilft Rütter mit seiner Sendung Der V.I.P. Hundeprofi (jeden Dienstag, 20.15 Uhr, VOX) prominenten Tierbesitzern auf die Sprünge. Der MADONNA-Talk über eine Kindheit ohne Hund und ein Leben im Rampenlicht.

Herr Rütter, wann haben Sie ­Ihre besondere Fähigkeit, mit Hunden umzugehen, entdeckt?
Martin Rütter:
Als Kind durfte ich keine Haustiere haben, das war ganz streng verboten. Meine Eltern finden auch heute noch alle Tiere, die nicht gewürzt sind und auf dem Grill liegen, völlig schwachsinnig. Sie können nicht verstehen, warum jemand ein Haustier hält. Einen wesentlichen Beitrag zu meiner Entwicklung hat meine Tante Thea geleistet. Obwohl ihr das wahrscheinlich gar nicht bewusst ist (lacht).

Tante Thea war also besonders tierlieb?
Rütter:
Tante Thea war unglaublich. Sie hat nämlich etwas gemacht, das in den 70ern völlig unüblich war – sie war eine Pflegestelle für Tiere. Sie ließ sogar Spinnen bei sich überwintern. Aber besonders beeinflusst hat mich, dass Tante Thea etwas konnte, was sonst wirklich niemand zustande gebracht hat…

Guter Teaser. Welche magischen Fähigkeiten hatte Ihre Tante denn?
Rütter:
Wenn die Hunde zu Tante Thea kamen, waren sie ganz ruhig und friedlich. Und nach ein paar ­Wochen wurden sie wahnsinnig und drehten durch. Sie bekam wirklich jeden Hund in den Wahnsinn (lacht). Damals, als Kind, hat es mich total fasziniert, wie sich Hunde durch den Umgang mit Menschen völlig verändern können. Die Hunde durften dort wirklich alles machen und wurden deshalb ganz unsicher und aggressiv.

Das war also der Anstoß für Sie, sich mit dem Thema Hundeerziehung zu beschäftigen?
Rütter:
Damals, in den 90er-Jahren, gab es keine Hundeschulen im klassischen Sinn.  Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass das ein Geschäftsfeld ist, und darum habe ich begonnen, Sport zu studieren. In meiner Freizeit habe ich Hunde trainiert und so Menschen unterstützt. Und das hat sich dann herumgesprochen.

Was zum Abbruch Ihres Sportstudiums und der Aufgabe einer mehr oder weniger gesicherten Zukunft  führte…
Rütter:
Ganz genau. Man kann sich vorstellen, wie sehr sich meine Eltern darüber gefreut haben (lacht). Das war eine totale Bauchentscheidung – ich habe alles auf eine Karte gesetzt.

Das hat sich gelohnt. Sie sind höchst erfolgreich. Mit Ihrer  VOX-Show „Der Hundeprofi“ erreichen Sie Woche für Woche bis zu drei Millionen Zuseher. Können Sie überhaupt noch unerkannt auf die Straße gehen?
Rütter:
Das ist absolut möglich und ich glaube, dass das in Deutschland und Österreich für jeden Menschen gilt, egal wie prominent er ist. Solange er nur selbst kein Geschisse darum macht. Ich habe meine Bekanntheit in den letzten elf Jahren nicht ein einziges Mal verflucht.

Lesen Sie das ganze Interview in Ihrer aktuellen MADONNA!

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