'Meine Tochter Chloe ist mein größter Hit!'

Olivia Newton-John im Talk

'Meine Tochter Chloe ist mein größter Hit!'

Mit Tränen in den Augen freute sich Olivia Newton-John über den warmen Empfang in Wien. „Es ist so gut, wieder hier zu sein. Ich habe euch alle so in mein Herz geschlossen“, gestand die Grease-Ikone, als sie mit ihrem geliebten Mann John Easterling aus London kommend in der Hauptstadt eintraf. MADONNA-Mastermind Uschi Fellner, Krebshilfe-GF Doris Kiefhaber und Sylvia Klamminger – eine Brustkrebspatientin, die Newton-John letztes Jahr bei ihrem Pink Ribbon  Auftritt in Wien kennen gelernt hat und dieses Jahr wieder treffen wollte – waren extra an den Flughafen geeilt, um den Hollywoodstar persönlich in Empfang zu nehmen. „Mein Lampenfieber vor dem Auftritt ist immens“, gab sie am Vorabend der glamourösen Pink Ribbon Night im Schloss Schönbrunn zu. Naturgemäß war ihre Performance später das Highlight des Gala-Abends.

Lesen Sie HIER: So war die Pink Ribbon Night 2010! Alle Bilder!

Anteilnahme
Doch eines lag der Hollywood-Diva, die sich seit ihrer eigenen Diagnose 1992 für den Kampf gegen Brustkrebs und vor allem für die regelmäßige Vorsorge einsetzt, besonders am Herzen: die Brustkrebspatientin Sylvia Klamminger, mit der sie vor genau einem Jahr ein langes Gespräch über ihre Krankheit und deren Folgen geführt hatte, wieder zu sehen. Es war Olivia Newton-Johns ausdrücklicher Wunsch, sich mit Sylvia Klamminger erneut in Ruhe zusammenzusetzen und sich mit ihr auszutauschen, wie es der Betroffenen im letzten Jahr ergangen ist. „Ich war vor dem Treffen mit Olivia irrsinnig aufgeregt“, so die Angestellte im MADONNA-Interview, „freue mich aber umso mehr, sie jetzt wieder getroffen zu haben. Newton-John wollte natürlich sofort wissen, wie es mir geht, aber meine letzte Untersuchung im März war positiv. Mir geht es sehr gut!“

Auch Olivia Newton-John, die am 26. September ihren unglaublichen 62. Geburtstag feierte und bei ihrer Ankunft strahlte wie ein junges Mädchen, musste sich vor drei Monaten der obligaten Nachsorgeuntersuchung unterziehen. „Bei mir ist alles in Ordnung“, so die attraktive Grease-Lady im Talk. „Mein Mann John und ich leben sehr gesund, sehr naturverbunden und die Liebe füreinander gibt mir Kraft. Ich bin sehr glücklich, mit ihm die Pink Ribbon Night und die Tage in Wien erleben zu dürfen.“

Alle Bilder der Pink Ribbon Night auf Society24.at!
Diashow © society24.at

 

Olivia Newton-John im MADONNA-Talk

„Für das Thema Brustkrebs bin ich zu jeder Tages- und Nachtzeit aktiv!“ Schon um 9 Uhr früh öffnete Musik-Ikone Oliva Newton-John (Physical) für MADONNA die Tür zur geräumigen Luxussuite im Hotel The Ring. Das große Interview über Leben, Leiden und ihre Songcontest-Erfahrung:

Wie erlebten Sie die Pink Ribbon Nacht?
Olivia Newton-John:
Es war aufregend. All diese Brustkrebs-Charity-Shows sind mir ein wichtiges Anliegen. Für mich ist das immer ein spannender Mix aus Arbeit und Vergnügen. Dazu habe ich zum allerersten Mal meinen Hit Physical mit den heißen Chippendales aufgeführt. Das war sehr sexy!

Was gefällt ­Ihnen an Wien?
Newton-John:
Ich habe hier Freunde, bin dafür aber viel zu selten hier. Ich freue mich schon auf die Hofreitschule. Und ich habe gehört, dass es in Wien T-Shirts mit dem Aufdruck There Are No Kangaroos In Austria gibt. So eins muss ich mir unbedingt kaufen und dann daheim in Australien anziehen.

Wie groß war für Sie der Schock der Diagnose Brustkrebs?
Newton-John:
Ich wusste das schon vorher, weil ich mich stets selbst getestet habe. Das hat mir auch das Leben gerettet, denn meine Ärzte stellten bei Mammografie und Blutdiagnose eine falsche Diagnose aus. Seitdem weiß ich, dass man nicht auf die Ärzte, sondern nur auf seine In­tuition hören muss.

Wie überlebt man eigentlich 40 Jahre im Musik-Business?
Newton-John:
Ich hatte viel Glück, denn meine Karriere basiert nicht nur auf ein, zwei Hits, sondern auf unzähligen Dauerbrennern. Sicher gab’s auch etliche Schwachpunkte, aber bei all den vielen Höhepunkten sieht man zum Glück darüber hinweg (lacht).

Was ist das Highlight Ihrer Karriere?
Newton-John:
Meine Tochter Chloe! Dagegen sind alle Grammys, die Goldenen Schallplatten und Hits wie Grease oder Physical völlig unbedeutend. Das Leben war und ist mir immer wichtiger als die Karriere!

Ihr Hit „Physical“ gilt als heißester Sex-Song aller Zeiten …
Newton-John:
Großartig! Ich war damals so nervös, weil ich den Song für viel zu sexy hielt und sogar zurückziehen wollte. Damit habe ich viel riskiert, weil ich ja davor eher als Mauerblümchen galt. Und jetzt habe ich ihn für Österreich extra neu aufgenommen.

Riskiert haben Sie auch mit Ihrer Filmrolle in „Two of A Kind“. Dort spielen Sie eine Lesbe …
Newton-John:
Da bin ich reingeschlittert, denn mir war gar nicht bewusst, welch kontroversielle Rolle das eigentlich ist. Doch ich stehe zu meinem Wort und liebe das Risiko. Egal was die Welt von mir hält.

1974 hätten Sie beim Songcontest fast ABBA besiegt …
Newton-John:
Besiegt? Die waren doch unerreichbar (lacht). Gegen Waterloo hatte niemand eine Chance! Doch es war eine großartige Erfahrung, denn ich war nicht nur beim Songcontest, sondern auch bei der Geburtsstunde von ­ABBA live dabei. Sie sind noch heute gute Freunde.

Mit Ihrer neuen CD „Grace & Gratitute“ stürmen Sie nun sogar die coolen New-Age-Charts …
Newton-John:
Dort bin ich jetzt auf Platz zwei. Es ist sehr spannend, noch immer relevant zu sein!

Denken Sie denn gar nie ans Aufhören?
Newton-John:
Nein! Nach meinem Olympia-Auftritt habe ich kurz damit spekuliert, aber dazu bin ich noch viel zu fit (lacht).

Autor: A. Stroh, D. Schimke
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