Die Prima-Ballerina des Films

Golden Globe für Portman

Die Prima-Ballerina des Films

Natalie Portman ertanzte sich mit dem Ballett-Thriller 'Black Swan' eine Golden Globe.

Für diese Rolle musste ich mich in den Selbstbestrafungs-Modus versetzen“, sagt Natalie Portman über den spektakulären Ballett-Thriller Black Swan, der am 21. Jänner anläuft.
Auf der Leinwand spielt sie eine junge Ballerina , die die Hauptrolle in Schwanensee bekommt – und die mit ihrem fanatischen Hang zur Perfektion Gefahr läuft, komplett überzuschnappen. Jenseits der Kamera bedeutete der Dreh für die  Hollywood-Schönheit eine Zeit voller Entbehrungen: „Drei Monate lang habe ich zu wenig gegessen, zu viel trainiert und alle möglichen Verletzungen ausgehalten. Und das, obwohl ich sonst eher vergnügungssüchtig bin!“

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Natalie Portman gewinnt Golden Globe

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    Vergnügen
    Im Nachhinein hat der Film der 29-Jährigen freilich viel Vergnügen gebracht: einen Golden Globe! Ihre Favoriten-Rolle und Chancen auf den Oscar haben sich dadurch vergrößtert.  Beim Black Swan-Dreh lernte sie mit dem Choreografen Benjamin Millepied auch ihren neuen Lebenspartner kennen. Sie erwartet ihr erstes Kind.
    Darüber sprach Portman beim Pressetermin zu Black Swan, der Mitte Dezember in London stattfand, allerdings kein Wort. Erst nach Weihnachten, als allererste Ansätze zu einem Baby-Bäuchlein sichtbar wurden, ging sie mit der Nachricht über ihr Liebes- und Mutterglück an die Öffentlichkeit.

    In 'Black Swan' beeindrucken Sie nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Tänzerin.
    Natalie Portman:
    Die Welt des Balletts, in der man sich ohne Worte ausdrückt, hat mich schon immer fasziniert. Das Ballett ist eine besonders weibliche Kunstform, die aber immer noch von Männern dominiert wird. Ich weiß jetzt alles über die Disziplin, die Härte und die Bereitschaft von Tänzern, körperliche Schmerzen zu ertragen. Das Tanzen ist ein Metier, das man wirklich aus Leidenschaft ausübt – niemand wird dort reich und berühmt.

    Wie haben Sie sich auf die Herausforderungen vorbereitet?
    Portman:
    Ich begann schon ein Jahr vor dem Dreh, zu trainieren. Fünf Stunden pro Tag, mit einem Lehrer vom New York City Ballet. Beim Dreh war es schwierig, nach der Arbeit abzuschalten: Oft musste ich noch zum Training und dann am nächsten Tag um fünf Uhr aufstehen, um zu trainieren, bevor der Dreh begann. Ich fühlte mich manchmal wie ein langweiliges Schulmädchen, das von coolen Typen umgeben ist, aber keine Zeit für ein bisschen Fun hat.

    Wie sind Sie mit den Verletzungen umgegangen?
    Portman:
    Ich fand es ein bisschen beängstigend, dass ich in der Lage sein kann, so viel auszuhalten. Ständig war etwas mit den Füßen oder den Gelenken. Am schlimmsten war aber der Moment, als ich mir bei einer Hebefigur eine Rippe verdrehte. Eine Rippe lag plötzlich über einer anderen. Das versetzte mir einen heftigen Stich – und für den Rest der Dreharbeiten konnte ich nicht mehr wirklich tief Luft holen. Auch dadurch habe ich gelernt, was Tänzer durchmachen.

    Nämlich?
    Portman:
    Sie arbeiten so verdammt hart, um weiterzukommen. Sie treten auch mit Verletzungen auf, weil sie Angst haben, ihre Rolle sonst wieder zu verlieren. Sie tanzen ganz zauberhaft und dann humpeln sie von der Bühne und stecken ihren Fuß in einen Eimer voll Eis. Ganz schön schockierend.

    Haben Schauspieler ähnlich großen Druck wie Tänzer?
    Portman:
    Es gibt vergleichbare Belastungen. Zum Beispiel, was das Alter angeht, auch wenn die Alters-Limits beim Film und am Theater etwas flexibler gehandhabt werden: Man kann seine Rollen ändern, etwa von der Leading Lady zur Charakterdarstellerin werden. Bei Tänzern hingegen ist die Karriere ab einem bestimmten Punkt vorbei.

    Was war Ihr größtes Problem bei „Black Swan“?
    Portman:
    Am schwierigsten war es, die Emotionen und die physischen Anforderungen auszubalancieren. Einerseits musste ich totale Sicherheit haben, beim Tanz alles richtig zu machen – doch zugleich sollte ich in manchen Szenen Unsicherheit ausstrahlen. Beides gleichzeitig hinzukriegen, war schwer. Manchmal war ich so auf den Tanz konzentriert, dass mir bei den Aufnahmen die Zunge heraushing. Und das ging natürlich gar nicht.

     

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