Aufreger-Kampagne: Gehen diese Bilder zu weit?

Schockierende Fotostrecke

Aufreger-Kampagne: Gehen diese Bilder zu weit?

Tabu-Thema
Die Fotostrecke in der Juli-Ausgabe des 12-Magazines wirft auf den ersten Blick mehrere Fragen auf. Abgelichtet wurden sechs Models, die so geschminkt wurden, als wären sie Opfer häuslicher Gewalt geworden.  Auf der Homepage des bulgarischen Magazins wird vor den Bildern gewarnt: Personen unter 16 Jahren und schwache Gemüter sollten sich die Bilder nicht ansehen. Fotograf  Vasil Germanov ist für das Shooting verantwortlich. Bereits  2011 löste auch Fotograf Tyler Shields Diskussionen aus, als er ein Bild von Heather Morris inszeniert als fröhliche Hausfrau mit blauem Auge, machte.

Kontroverse
Nun wird mit der Fotostrecke, wo bildhübsche Frauen gräsliche Narben zeigen provoziert. Der Satz „Opfer der Schönheit“ sorgt zusätzlich für Verwirrung. Was das Ziel der Fotostrecke war ist unbekannt. Fakt ist, diese Art der Kunst geht für viele zu weit. Dem Leser wird die Möglichkeit gegeben selbst zu interpretieren welche Message die Bilder aussenden. Die Frage ist, ob man Gewalt an Frauen mit solchen Bildern „glamourisieren“ möchte? Der Kontrast zwischen wunderschönem Make Up und schrecklichen Verletzungen ist zudem sehr stark zu sehen.
 

           05.jpg © 12mag.net
 

Die Debatte  brachte auch die Chefredakteure des Magazins, Huben Hubenov und Slav Anastasov, dazu sich zu äußern: in einem Interview erklärten sie, dass sie selbstverständlich häusliche Gewalt nicht unterstützen würden, jedoch froh darüber sind, zu sehen welchen Effekt die Bilder auslösten. Ist das nur eine Methode, um auf dieses sensible Thema ohne Worte aufmerksam zu machen? Oder "Kunst", die provoziert und doch zu weit geht? Für eine Anti-Gewalt Kampagne würden sich die Bilder jedenfalls bestens eignen.

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