'Flüchtlingskostüm' für den Fasching?

Online-Shop sorgt für Entrüstung

'Flüchtlingskostüm' für den Fasching?

"Evakuierter Junge": Ein Partyshop bietet "2. Weltkriegs Kostüme" für Kinder an.

Ein Kinderkostüm, welches der Online-Versandhandel Partycity.de im Sortiment hatte, sorgte derzeit für eine Welle der Entrüstung im Netz. Als "2. Weltkriegs Kostüme" betitelte Outfits wurden Faschingssets für Kinder ab 4 Jahren angeboten. Der Shop ist ein Ableger des britischen Party-Onlinehändlers 'Partydelights', welcher die Kostüme in der Kategorie für historische Verkleidungen führt. Die Produkte wurden für den deutschen Markt übernommen. Während der Partner-Händler Partycity die Kostüme infolge der Kritik aus dem Sortiment genommen hat, sind die Sets im britischen Shop noch online.

© http://www.partydelights.co.uk

                                                                                    Screenshot: www.partydelights.co.uk

Der Online-Shop bietet Kostüme an, die  der Kleidung landverschickter Kinder in Großbritannien im Zweiten Weltkrieg ähneln. Die deutsche Produktbeschreibung schlug die Verkleidung  besonders passend für "Kostümparties" mit dem Thema Krieg vor: "Dieses dreiteilige Kostüm einer Evakuierten aus dem Zweiten Weltkrieg ist typisch für diese Zeit und kommt daher im schicken Mantelkleid-Stil mit Knöpfen vorne und einem Namensschild aus Filz am Kragen.(...) Man kann das Kleid perfekt für Kostümpartys tragen, wo es um das Thema 40er Jahre oder den Krieg geht, oder zum Welttag des Buches."

© Partycity.de

Modehändler sorgen für Eklats
Dieser Vorfall erinnert an die Online-Skandale der Textilketten Mango, Zara und Urban Outfitters: Im Vorjahr hat der Modehändler Zara mit einem Kinder-Shirt für Entrüstung gesorgt, im September provozierte Urban Outfitters mit einem blutigen Sweatshirt. Das spanische Label Mango schockte im Herbst mit einem"SS-Design" auf Hemden.