Dieses Cover sorgt für Aufregung

Gewalt-Verherrlichung oder Leidenschaft?

Dieses Cover sorgt für Aufregung

Eine Frau wird auf dem Cover leidenschaftlich gewürgt – bei Frauenorganisationen läuten die Alarmglocken.

Sexy oder gefährlich?
Es ist ein sinnliches Bild, das einem vom Cover der aktuellen Vogue Homme Interrnational-Ausgabe entgegen springt: eine Frau, die von einem Mann voller Begierde am Hals gepackt wird, mit der anderen Hand greift er ihr provokant an die Brust und haucht ihr ins Ohr. Die Frau macht einen verführten Gesichtsausdruck. Beide Models, Stephanie Seymour und Marlon Teixeira, scheinen an dem Shooting nichts verwerflich gefunden zu haben, doch mehrere Frauenorganisationen in den USA schlagen nun Lärm. Grund: das Cover würde Gewalt an Frauen verherrlichen und positiv darstellen.

Aufstand
Die Verlagsgruppe Condé Nast bekam bereits mehrere Beschwerdebriefe von Organisationen wie Sanctuary for Families, Safe Horizon, Equality Now und der New Yorker National Organization for Women. Auf dem von Fotograf Terry Richardson gemachten  Bild würde man das leidenschaftliche Würgen einer Frau mit häuslicher Gewalt assoziieren.

                        

© Vogue Homme International

Im Beschwerdebrief an Chefredakteur Thomas Wallace stand unter anderem folgendes: „Dieses beunruhigende Bild einer Frau, die gewürgt wird, sendet eine gefährliche Message an jeden der das Magazin sieht – nämlich, dass Würgen ein Zeichen von Leidenschaft ist und nicht von Gewalt. Eine Studie aus 2008 fand heraus, dass 43% der Frauen, die von ihren Partnern getötet wurden, vorher gewürgt wurden.“

Verkaufs-Stopp
Die Frauenrechtler kennen keine Gnade und fordern die Verbannung des Magazins von sämtlichen Kiosks. „Während das Cover die Absicht hatte potenzielle Leser zu schockieren, ist die eigentlich schockierende Tatsache, dass es Gewalt an Frauen verherrlicht und als einen Akt der Liebe darstellt. Würgen ist kein Mode-Statement und sicherlich nichts, mit dem man Magazine verkaufen sollte.“

Auch eine Online-Petition auf www.change.org wurde bereits gestartet, um den Verkauf der Ausgabe zurückzuziehen.

Diashow: Skandale der Modwelt

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Skandale der Modeszene
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Benetton lichtete 1992 den sterbenden Aids-Kranken David Kirby für eine Werbekampagne ab.

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Kinderarbeit als Idee für eine Modestrecke: Die pakistanische Designerin Aamna Aqueel wollte zeigen, dass solche Situationen im Alltag reicher "Society Damen" immer noch allggegenwärtig sind.

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