Das Leben einer XXL-Familie

Wie es ist, 9 Kinder zu haben

Das Leben einer XXL-Familie

Der Alltag von ­Astrid Hofmann-Wellenhof (55) ist für die meisten Frauen unvorstellbar. Die Grazer Lehrerin ist Mutter von insgesamt neun Kindern. Fünf leibliche Söhne, drei Töchter und ein Adoptivsohn machen die Grazer Großfamilie zu einer der kinderreichsten Österreichs. In ihrem bereits dritten Buch geben Gottfried und Astrid Hofmann-Wellenhof nun wieder Einblicke in ihr ungewöhnliches Leben zwischen Job, großen und kleinen Kindersorgen. Die Powermutter im Talk.

1 + 1 = 11 ist Ihr bereits drittes Buch über Ihren Familienalltag. Gibt es tatsächlich so vieles zu erzählen?
Astrid Hofmann-wellenhof
: Das kann man sagen! (lacht) Aber der wahre Grund ist, dass das Wort Familie in der medialen Wahrnehmung leider doch sehr negativ besetzt ist. Man bringt es häufig in Verbindung mit Verzicht und Armutsgrenze, anstatt zu vermitteln, dass Familie doch eigentlich vorwiegend Freude bedeutet. Das möchten wir mit unseren Büchern tun.

Aber ganz ehrlich: Neun Kinder, Haushalt und Job … – sind Sie nie an die Grenzen Ihrer Kräfte gestoßen?
Hofmann-Wellenhof:
Natürlich ist es nicht immer ganz einfach, aber komischerweise hatte ich – vor allem als die Kinder ganz klein waren – nie das Gefühl, dass ich nicht mehr kann oder so. Obwohl wir auch sehr schwere Zeiten hinter uns haben, weil unser Nikolaus Leukämie hatte. Damals bin ich an meine emotionalen Grenzen gestoßen. Heute ist er zum Glück ganz gesund. In solchen Zeiten muss man eben nach vorne schauen und hoffen, dass alles gut geht. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch, das hat mir geholfen. An meine körperlichen Grenzen bin ich leider schon einige Male gestoßen: ich hatte sechs Fehlgeburten, das war sehr traurig.

War Verhütung aus religiösen Gründen nie ein Thema für Sie?
Hofmann-Wellenhof:
(lacht) Nein, wir haben ja erst damit begonnen, eine Familie zu gründen, als ich schon 27 war. Wir wollten beide eine große Familie, weil wir selbst aus kinderreichen Häusern kommen. Ursprünglich wollten wir sechs, dann haben uns die so gut gefallen, dass wir noch mehr bekommen haben. Aber dass wir auf Verhütung verzichtet haben, hatte nie religiöse Gründe. So weit bin ich dem Vatikan nicht verpflichtet.

Wie schafft man es, wenn man so viele Kinder hat, die Liebesbeziehung zum Ehepartner aufrechtzuerhalten?
Hofmann-Wellenhof:
Wir haben von Anfang an gewisse Zeiten zu zweit sehr gepflegt. Dann haben meine Eltern auf die Kinder aufgepasst. Und im Sommer fahren wir immer ein bis zwei Wochen zu zweit auf Urlaub. Auch wenn die Kinder ein bisschen murren. Auf die Beziehung zu schauen ist ganz wichtig. Sonst ist das alles nicht mehr lustig.

Das ganze Interview lesen Sie in Ihrer aktuellen MADONNA.

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