Winter 2010: Frauen stiefeln auf Plateau und Profil

Denn schließlich bleibt die Linie unten herum schmal - mit engen Hosen, Röcken und kurzen Mänteln. Und für die nötige Standfestigkeit sorgt schon das Profil an der Sohle.

"Das Motto lautet: Bloß nicht den Boden unter den Füßen verlieren!", gibt die Fachfrau des Offenbacher Schuhinstituts im Vorfeld der Düsseldorfer Schuhmesse GDS (12. bis 14. März) für die Trends im Herbst und Winter 2010/11 aus. Und so stiefelt die Frau von Welt zwar auf hohen Absätzen durch den Schnee - aber eben erdverbunden.

Die Farben bringen nebulöse Nuancen zwischen Beige, Grau und Braun an den Fuß. Vor allem das vielfach zu kombinierende Grau - unter der Bezeichnung "Taupe" - drängelt sich nach vorne auf der Farbskala. Hinzu kommen rötliche Töne sowie einfarbig Schwarz und andere Couleurs der tiefdunklen Sorte wie Nachtblau, Violett und Grün.

Beim Leder ist Softes angesagt. Mit Velours und Nubuk steht mattes, trockenes und griffiges Material im Mittelpunkt. Fell hat mal als wärmendes Futter seinen Auftritt, dann wieder ziert es die Krempe oder den ganzen Stiefel. Besätze aus Tweed, Strick oder Filz verleihen einen rustikalen Touch.

In eine ganz andere Richtung geht es mit glattem, glänzendem Nappa. Passend zu dem rebellischen, der Rocker-Szene entlehnten Outfit ziert das schwarze Leder auch den Fuß. Damit nicht genug: Nieten, Ketten und Pailletten kommen hinzu, betonen die leicht aggressive Optik. "Es verleiht der Mode Sex-Appeal", findet Schuhexpertin Schulz.

Von Stiefeln können die Frauen einfach nicht lassen. Bei den Schuhen mit unterschiedlich langem Schaft geben Biker-, Farmer- und Trapper-Stiefel die Richtung vor. Sogar Schnürschuhe im Bergsteiger-Look wirken mit hohen Absätzen damenhaft.

"Auch bei den Herren geht nichts ohne Stiefel", hat die Fachfrau des Schuhinstituts beobachtet. Knöchelhohe Stiefeletten, derbe Schnürstiefel und deftige Biker-Boots bieten sich an. Die Sohlen dürfen auch mal hell sein - im Business geht es dann aber doch eher klassisch zu.

Auf der Schuhmesse stellen 760 Aussteller in etwa 1.750 Kollektionen ihre Entwürfe für die nächste Herbst- und Wintersaison vor.

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