27. Oktober 2009 10:36
Wie der Krawattenknoten gelingt
Im Bürojob galt sie früher als unverzichtbar. Heute ist die Krawatte nur noch in wenigen Branchen ein Muss. Dafür wird sie immer öfter als modisches Accessoire genutzt, das als i-Tüpfelchen für ein perfektes Outfit dient. In jedem Fall gehört ein sauberer Knoten dazu. Und wer lange etwas von einem Schlips haben möchte, sollte pfleglich damit umgehen und ihn ordentlich aufbewahren.
Wie der Krawattenknoten gelingt
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"Früher war die Krawatte ein Symbol für Spießbürgertum", erläutert Personal Shopper Andreas Rose. "Heute ist sie mehr ein Mode-Accessoire - ein unverzichtbares Stilmittel." Heute kann die Krawatte, bewusst kombiniert, den besonderen modischen Akzent setzen. Grundsätzlich habe der Halsbinder sogar Konjunktur, bestätigt Fachmann Hajo Ploenes.

Sie sollte allerdings korrekt gebunden sein. Das schreckt viele Neulinge ab. "Ich empfehle als Knoten den Four-in-Hand, der einfach zu handhaben ist", sagt Ploenes. Dabei handelt es sich um die Grundform des Krawattenknotens. "Dieser Knoten sieht in jeder Kragenform gut aus", sagt Rose. Für fortgeschrittene Krawattenträger kommt auch der etwas kompliziertere Windsor-Knoten infrage. "Er eignet sich besonders gut für breitere Kragen wie Spreiz-, Haifisch- oder Kent-Kragen, weil er breit und füllig wirkt", erklärt Rose. Den Windsor-Knoten gibt es in der einfachen und der doppelten Ausführung - der doppelte Windsor enthält eine Windung mehr.

Der einfache Windsor wird gern bei sehr breiten oder festen Krawatten verwendet, die mit dem doppelten Windsor zu groß werden. Aber ob Windsor oder Four-in-Hand: Bei jedem Knoten ist darauf zu achten, dass die Krawatte nicht zu lang fällt, betont Rose: "Sie darf auf keinen Fall über dem Gürtel hängen." Besonders leicht ist das Binden des Knotens bei Krawatten guter Qualität. Dabei gilt reine Seide nach wie vor als das beste Material, sagt Ploenes: "Sie ist heute auch zu erschwinglichen Preisen erhältlich."

Die Qualität lässt sich im Geschäft prüfen, indem die Krawatte dort probehalber gebunden wird. So viel Zeit sollte sein, rät Rose: "Wenn die Krawatte anschließend nicht verdreht ist, handelt es sich um eine gute Qualität." Ein Zeichen für mangelnde Güte hingegen sei fehlende Spannkraft. Nach dem Tragen sollte die Krawatte auf keinen Fall ohne Öffnen des Knotens abgelegt werden, fügt Rose hinzu. Er empfiehlt, die Krawatte mit der Spitze nach innen lose einzurollen und in den Schrank zu legen. Möglich sei auch, die Krawatte aufzuhängen. Ein spezielles Etui oder eine Krawattenbox seien nicht unbedingt nötig.

Wem all das zu kompliziert ist, der muss auf modische Accessoires am Hals nicht verzichten. Schals und Tücher sind derzeit für Männer angesagter denn je. "Wenn man abends von der Arbeit kommt und keine Krawatte tragen möchte, bietet sich etwa ein Halstuch an", sagt Rose. Hier ist der Träger beim Binden deutlich freier als bei der Krawatte, ebenso wie beim Schal. Er ist heute nicht mehr allein der kalten Jahreszeit vorbehalten - und nicht allein dem Spaziergang durch Wind und Wetter. Neue leichte Schals dürfen auch im Frühjahr und drinnen getragen werden.