Shopping-Portal brands4friends in Österreich

Das Onlineportal für Mode und Lifestyle, brands4friends, startet heute in Österreich und will bis Ende 2010 100.000 registrierte Mitglieder haben, gab brands4friends Gründer und Geschäftsführer Constantin Bisanz am Donnerstag in Wien das Ziel für den österreichischen Markt vor.

In Deutschland ist der Shopping-Club seit zwei Jahren im Netz und hat mittlerweile 2,5 Millionen Mitglieder, rund 50.000 davon sind Österreicher. Produktionsüberhänge und volle Lager der Markenartikel-Hersteller machen es möglich, dass Top-Marken wie Gucci, Armani, Victorias Secret, Diesel, Nike oder Puma um bis zu 70 Prozent günstiger zu haben sind als im regulären Handel, erklärte Bisanz das Geschäftsmodell. Heuer hat das Unternehmen über zwei Mio. Teile verkauft und eine Mio. Pakete verschickt, um 600.000 mehr als im Jahr davor. Für 2009 erwartet Bisanz einen Umsatz von 85 Mio. Euro. Im ersten Geschäftsjahr 2008 hat das Unternehmen 25 Mio. Euro umgesetzt.

Shoppen kann nur, wer registriert ist. Üblicherweise werden potenzielle Mitglieder von bereits angemeldeten Mitgliedern per E-Mail eingeladen. Wer niemanden kennt, der registriert ist, kann sich per Bewerbungsschreiben um eine Mitgliedschaft bewerben. Die brands4friends-Community entscheidet dann über eine Aufnahme. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, wer einen neuen User rekrutiert, bekommt, sobald das neue Mitglied das erste Teil gekauft hat, einen 8-Euro-Einkaufsgutschein. Abgesehen von Kleidung, Schuhe, Kosmetik, Schmuck und Accessoires werden auch Einrichtungsartikel, Spielzeug und Elektronikprodukte angeboten.

Bisanz begründete das komplizierte Anmeldeverfahren mit dem Markenschutz. Die Produkte seien nicht jederzeit verfügbar, eine Aktion dauert maximal drei Tage, dann werden neue Artikel angeboten. Allzeit gilt das Prinzip "First come, first serve", das Kontingent sei schließlich beschränkt. Welche Marken als nächstes angeboten werden, erfahren die Mitglieder eine Woche vorher über einen Newsletter. In Summe hat brands4friends Artikel von über 400 Herstellern in petto. Auf dem österreichischen Markt will das Unternehmen künftig auch mit heimischen Marken wie Palmers oder Wolford, aber auch mit jungen Designern kooperieren.

Im vergangenen Jahr gab es 360 Verkaufsaktionen, heuer sind es bereits rund 1.000, so Bisanz. Pro Aktion werden bis zu 300 Artikel verkauft und über die Deutsche-Post-Tochter DHL versandt. In Österreich wird der Versand künftig über den amerikanischen Pakethersteller United Parcel Service (UPS) abgewickelt. Die Versandkosten sind mit 8,90 Euro pro Paket relativ hoch.

brands4friends wurde im Juli 2007 in Berlin-Mitte gegründet, ist seit September 2007 online und beschäftigt 200 Mitarbeiter. 200 weitere Stellen sind laut Bisanz zu besetzen. Betrieben wird der Shopping-Club von der Private Sale GmbH. Das Österreich-Geschäft wird bis auf weiteres von Berlin aus von einem zehnköpfigen Team betreut. Die Eröffnung eines eigenen Büros in Österreich sei in Zukunft aber denkbar.

INFO: http://www.brands4friends.at/