Schon vor 75 Jahren steckten Ladys in Damen-Jeans

Die Einführung der "Lady Levi's Jeans" war der erste Schritt der unverwüstlichen Blauen auf ihrem Weg zum weltweiten Mode-Hit. Dabei galten Damen in Hosen anno 1934 noch als nicht salonfähig. "Mit der Lady Levi's-Serie konkretisierte sich für fortschrittlich denkende Frauen ein ganz neues und starkes Unabhängigkeitsgefühl", sagte Lynn Downey, Levi's-Historikerin und Jeansexpertin.

Der Damen-Ur-Jeans wurde die Lotnummer 701 zugewiesen, um sie vom Männermodell (Lot 501) zu unterscheiden. Zielgruppe waren vor allem Frauen, die auf Bauernhöfen arbeiteten. Deshalb wurden die Modelle zunächst nur in den Weststaaten der USA verkauft.

Als in den kommenden Jahren Urlaub auf der Cowboyranch immer beliebter wurde, stiegen auch die Umsätze der Damenjeans rasant an. Exklusive Warenhäuser wie Best & Co. oder H. Kauffman & Sons Saddlery Company nahmen sie in ihr Sortiment auf. Statt der Knopfleiste erhielten die Damen-Modelle fortan einen Reißverschluss. In den 50er Jahren wurden die "Lady Levi's Jeans" in ganz Amerika gleichberechtigt neben dem klassischen Männermodell 501 verkauft.

Heute werden Innovationen bei Schnitt und Ausführung in erster Linie für den weiblichen Markt entwickelt. Schließlich haben die Umsätze von Damenjeans jene der Herren nach Angaben von Levi's schon 2000 erheblich übertroffen. "Seit 1934 hat sich nicht wirklich viel geändert, denn heute wie damals wollen wir perfekt sitzende trendige Jeans kreieren, in denen sich unsere Ladys hundertprozentig souverän fühlen", versicherte You Nguyen, Senior Vize-Präsident der Damen-Abteilung des Herstellers.

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