Steffi Graf über ihre stille Scheidung

Künftig allein am Herd

Steffi Graf über ihre stille Scheidung

Aus und vorbei. Nach drei Jahren ließ sich Steffi Graf von ihrem Mann scheiden. „Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben“, erklärt sie im MADONNA-Gespräch.

(c) FuhrichManchmal im Leben ist es eben besser, getrennte Wege zu gehen. „Seit wir geschieden sind“, erklärt nämlich Steffi Graf (35) „verstehen wir uns viel besser.“ Überhaupt klingt sie gut gelaunt im MADONNA-Interview. Aufgeräumt.

Im Reinen mit sich. So gar nicht nach Rosenkrieg, Trauer und Scheidung. In aller Stille ließ sich die einstige Sportlerin des Jahres 2000 und 2001 vor vier Wochen am Grazer Standesamt von Ehemann Niki Zitny (35) scheiden. Am 15. August 2005 hatten die Ex-Athletin und der Profi-Golfspieler in Völkermarkt geheiratet. Da war Sohn Lorenz schon unterwegs. Es sollte für die Ewigkeit sein und hielt doch leider nur drei Jahre.

Always Family
„Es ist besser so. Für uns beide“, erklärt Steffi Graf auf MADONNA-Anfrage. Doch ändern soll sich trotz Trennung und vor allem wegen des gemeinsamen Sohnes Lorenz (bald drei) nicht viel, wie die 800-m-Weltklasse-Läuferin im Interview verrät. Auch ein neuer Mann, wie noch im Spätsommer spekuliert wurde, sei nicht der Grund für die Trennung gewesen. „Ich habe derzeit keinen Partner“, betont Graf sehr eindeutig und sie erklärt, wie die Tumorerkrankung 2002 ihr Leben und ihre Sicht auf die Welt verändert hat. Denn eines steht für die Läuferin fest: „Ich will keine Kompromisse mehr machen. Das musste ich in meiner aktiven Sportzeit viel zu viel.“

Sie haben sich vor vier Wochen von Niki Zitny scheiden lassen. Wie geht es Ihnen heute?
Steffi Graf:
Natürlich ist eine Scheidung keine einfache Sache, aber für meinen Ex-Mann Niki und mich ist es besser so. Wir verstehen uns wirklich gut jetzt, wo wir geschieden sind. Auf freundschaftlicher Basis. Das wollen zwar viele nicht glauben, aber es ist so. Für uns beide war die Scheidung besser. Und jetzt bin ich – auch wenn das für manche Leute wahrscheinlich komisch klingt – glücklich, dass wir es im Guten geschafft haben.

Wie werden Sie es in Zukunft mit Ihrem Sohn machen? Teilen Sie das Sorgerecht?
Graf:
Lorenz hat die Scheidung gar nicht wirklich mitgekriegt. Für ihn ändert sich ja nichts. Nur, dass Mama und Papa sich jetzt besser verstehen als früher (lacht).

Aber Ihr Mann wird doch sicher aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen?
Graf:
Eigentlich wollen wir alles erst mal so lassen, wie es ist. Vor allem wegen unserem Sohn. Und da wir beide sowieso viel unterwegs und selten zu Hause sind, muss auch erstmal keiner ausziehen.

Eher ungewöhnlich nach einer Scheidung...
Graf:
Wir machen es eben anders als viele Paare. Niki und ich wollen keinen Keil zwischen uns treiben lassen, auch wenn manche das vehement versuchen.

Es gibt Gerüchte, dass ein neuer Partner der Trennungsgrund sei. Im Sommer wurde Ihnen eine Liaison mit Superfund-Boss Christian Baha nachgesagt. Zuletzt kursierte in Sportlerkreisen, Sie seien mit dem Journalisten Rainer Fleckl mehr als nur gut befreundet...
Graf:
Der Rainer war gerade mit seiner Freundin im Wellness-Urlaub, wenn das Ihre Frage beantwortet (lacht). Wir verstehen uns sehr gut, und Rainer ist so etwas wie mein Seelenpartner. Seit meiner Tumor-Operation gehört er zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben. Mit ihm kann ich über alles reden.

Gibt es einen anderen Mann?
Graf:
Ich bin erst seit vier Wochen geschieden. Ich habe derzeit keinen Partner. Das können Sie so schreiben, weil es stimmt.

Sie klingen sehr aufgeräumt. Fast so, als sei Ihnen eine Last von den Schultern genommen.
Graf:
Natürlich geht das an mir nicht spurlos vorüber. Aber wissen Sie, seit meiner Tumorerkrankung habe ich mein Leben sehr verändert. Ich will einfach keine Kompromisse mehr machen. Das musste ich in meiner aktiven Sportzeit viel zu viel. Das ist jetzt vorbei. Durch die Krankheit habe ich viel gelernt.

Wie wird das jetzt zu Weihnachten? Feiern Sie mit Ihrem Ex-Mann?
Graf:
Ja, natürlich. Mit ihm und unserem Sohn. Wir feiern als normale Familie.