Der Spitals-Talk

Schiller: ,Ich habe solche Angst!'

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Drama. Zwar geht es ihr schon besser, doch Schiller muss sich noch schonen.

(c) Philipp EndersDie gute Nachricht zuerst: Jeannine Schiller (64) ist auf dem Weg der Besserung. Die Blutung in ihrem Kopf „hat sich um einen Millimeter zurückgebildet“, erklärt die Charity-Lady vom Krankenbett aus. „Für die Ärzte hier im AKH ist das viel.“ Doch in den vergangenen zwei Wochen durchlebte die Dancing Queen der Herzen ein wahres Schreckens-Martyrium.

Strikte Bettruhe
Schon bei ihrer prominent besetzten Charity-Modenschau zugunsten der Krebshilfe am 8. Mai plagten Schiller unerträgliche Kopfschmerzen. Einen Tag nach Pfingsten wurde sie ins AKH eingeliefert (ÖSTERREICH berichtete), wo der Society-Dame strikteste Bettruhe verordnet wird.

Die Diagnose: Schiller hat eine gefährliche Gehirnblutung. Im emotionalen Interview mit MADONNA erzählt sie ihre gesamte Leidensgeschichte.

Frau Schiller, Sie liegen seit 13. Mai mit einer Gehirnblutung im AKH. Wie geht es Ihnen?
Jeannine Schiller:
Die Ärzte sagen, die Blutung hat sich um einen Millimeter zurückgebildet, und dass das gut so sei. Ich verstehe das ja alles nicht. Angeblich ist die Blutung zweieinhalb Zentimeter groß. Es ist wie eine Thrombose im Kopf. Deshalb muss ich auch noch einige Wochen hier bleiben, weil sie von selbst zurückgehen muss. Ich darf nichts machen, mich nicht bewegen. Nicht mal Duschen soll ich. Aber das mache ich natürlich heimlich.

Wie haben Sie das bemerkt?
Schiller:
Ich hatte unerträgliche Kopfschmerzen. Die waren so schlimm, dass ich bei meiner Modenschau gedacht habe, das schaffe ich nicht. Es ging nur mit sehr starken Schmerzmitteln. Kurze Zeit später, ich war gerade allein zu Hause, habe ich meine Hand nicht mehr bewegen können. Da hatte ich große Angst und dachte, ich hätte einen Schlaganfall. Im AKH haben sie dann festgestellt, dass es Gott sei Dank kein Schlaganfall ist. Aber eben eine Blutung im Kopf. Ich war so verzweifelt (weiter, mit zitternder Stimme). Ich hatte wirklich Todesangst, denn die Schmerzen waren nicht auszuhalten. Am Anfang konnten die Ärzte auch gar nicht viel tun. Denn sie mussten abwarten, bis die Blutung zurückgeht, um zu sehen, woher sie kommt. Die Angst war so schlimm (bricht in Tränen aus), die Ungewissheit.
Ich wusste ja nicht, was mit mir ist. Und jetzt kann ich nur im Bett liegen und blöd an die Decke schauen. Denn die Blutung muss vollständig zurückgehen. Ich muss alles vermeiden, was einen Rückfall auslösen kann. Ich bin noch immer geschockt, weil ich eigentlich so aktiv bin und auf einmal nichts tun darf.

Wissen die Ärzte, woher die Blutung kommt?
Schiller: Sie meinen, ich hätte Glück gehabt, weil es ja auch ein Herzinfarkt hätte sein können. Aber mein Herz ist o.k. Es kann davon kommen, dass ich zu wenig trinke. Ich trinke ja nur ein Glas Wasser am Tag. Dadurch kann es zu einem Blutstau gekommen sein, weil mein Blut einfach zu dick ist. Und ich habe natürlich in den letzten Wochen sehr viele Schmerzmittel genommen wegen meiner Bandscheibe. Meine Kinder meinen, dass ich mir einfach zu viel zumute. Mein Sohn schimpft und sagt, ich soll jetzt mehr auf mich schauen. Meine Tochter Simone kümmert sich hier im Spital wie eine Mutter um mich. Mein Wille ist immer größer als das, was ich schaffe.

Aber Sie haben bei Ihrer Modenschau doch 40.000 Euro für die Krebshilfe gesammelt...
Schiller:
Ja, aber jetzt brauche ich 80.000 Euro für mein Kinderheim in Moldawien. Das wird sonst nicht gebaut. Wer soll das denn machen, wenn nicht ich (wieder kommen ihr die Tränen). Ich muss ein Heim erhalten und eine Firma. Ich weiß nicht, wie ich das jetzt alles schaffen soll.

Zuerst einmal müssen Sie wieder gesund werden...
Schiller:
Ich weiß. Und ich hatte ja Glück im Unglück. Es hätte etwas Schlimmeres sein können. Deswegen muss ich trotz meiner Traurigkeit dankbar sein. Aber die Angst bleibt natürlich da. Die Sharon Stone hatte die gleichen Symptome vor drei Jahren. Und der geht es jetzt ja wieder gut.
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