Neuer Prachtbildband

Romy - wie sie noch niemand sah

09.04.2010

200 unveröffentlichte Fotos der Ikone erscheinen jetzt in Buchform.

Zur Vollversion des Artikels
© Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel
Zur Vollversion des Artikels

© Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel

Bild: (c) Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel

Sie selbst hat sich am besten beschrieben: „Ich muss immer bis zum Äußersten gehen, selbst wenn es nicht gut ist. Ich liebe es, bis an die Grenzen des Möglichen zu gehen, im Beruf wie im Gefühlsleben.“ Am 29. Mai 1982 starb Romy Schneider. „Sie hat sich vergiftet, bis ihr Herz stehen blieb“, sagt Jean-Claude Brialy, ehemaliger Kollege des unvergessenen Stars.

© Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel

Bild: (c) Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel

Scheitern auf hohem Niveau
Sie war gerade 25 Jahre alt, hatte sich vom Sissi-Image („Das pappt an mir wie Grießbrei!“) befreit, eine fünfjährige Amour fou mit Alain Delon hinter sich, als der große französische Regisseur Henri-Georges Clouzot die Charakterdarstellerin für „Inferno“ besetzte. „L’Enfer“, so der Originaltitel, war Clouzots unkonventionelles Traumprojekt über einen von obsessiver Eifersucht verzehrten Ehemann. Im Wahn halluziniert dort Serge Reggiani als Gatte, wie seine Frau (Schneider) ihn mit Männern wie Frauen betrügt, in lasziver Manier posiert, sich verführerisch die blauen Lippen leckt... Bald beeinflusste die filmische Obsession auch den Regisseur und sein Team. Nach langen Proben und nur drei Wochen Drehzeit wurde die Produktion plötzlich unterbrochen, bis ein Herzinfarkt Clouzot zwang, die Dreharbeiten abzubrechen. Eine grandiose Katastrophe, cineastisches Scheitern auf hohem Niveau, das Geschichte schrieb.

© Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel

Bild: (c) Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel

Prachtband
Erst jetzt, 46 Jahre danach, werden Fotos aus dem unvollendeten Werk veröffentlicht, die eine Romy zeigen, wie sie keiner sah. Sie erscheint darin strahlender und schöner denn je, weit weg von Selbstzweifeln, Despression und Trauer, gegen die sie in der zweiten Lebenshälfte nicht mehr ankämpfen könnte. Im fulminanten Bildband „Romy“ (HIER geht's zur Bestelllung!) versammeln sich knapp 200 bisher unveröffentlichte Fotos der Filmlegende, die bei „Inferno“ an die Grenzen ihrer Möglichkeiten ging. „Bei den Probeaufnahmen“, so Romy später, „habe ich festgestellt, dass Clouzot der schwierigste Regisseur war, dem ich je begegnet bin.“

Und Romy Schneider war zweifelsohne eine der faszinierendsten, unkonventionellsten Frauen unserer Zeit. Sie bleibt unvergessen...

200 nie gesehene Fotos: Romy – unveröffentlichte Bilder aus "Inferno"
Ein Muss für Romy-Fans! In einem fulminanten Bildband sehen wir jetzt Romy Schneider, wie wir sie noch nie gesehen haben. In dem Buch „Romy – Die unveröffentlichten Bilder aus Inferno/L‘Enfer“ (HIER geht's zur Bestellung!) werden erstmal 200 Fotos zu den Dreharbeiten des nie vollendeten Werks von Clouzot gezeigt. Strahlend schön, auf der

Höhe ihres Schaffens und ihrer Energie, präsentiert sich hier Romy Schneider. Aber auch lasziv, verführerisch und unbeschwert wie nachher nur noch selten. Die Filmikone, in einer ihrer wohl mutigsten Rollen.

Info

© Lobster Films 2008 / courtesy Schirmer/Mosel

„Romy – Die unveröffentlichten Bilder aus Inferno/L‘Enfer“
Von Henri-Georges Clouzot
Texte von Serge Bromberg
160 Seiten, 198 Abbildungen in Farbe und Duotone
ISBN 978-3-8296-0462-8

Schirmer/Mosel Verlag, 29,80 Euro

Zur Vollversion des Artikels