Ridley Scott will Film über Gucci-Mord drehen

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Starregisseur Ridley Scott ("Blade Runner") plant einen Film über den Mord an dem italienischen Unternehmer Maurizio Gucci, Spross des renommierten Modehauses Gucci, der 1995 in Mailand im Auftrag seiner Frau Patrizia Reggiani ermordet worden ist. Die Rolle Reggianis will Ridley Scott der Starschauspielerin Angelina Jolie anvertrauen, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Im Film "Gucci" solle es um die Erfolge und den Niedergang der bekannten toskanischen Designerfamilie von den Anfängen bis zu Maurizio Guccis Mord gehen. Die Filmproduktionsgesellschaft Fox 2000 rechnet mit dem Beginn der Dreharbeiten im kommenden Jahr. Für die Rolle von Maurizio Gucci denkt Scott an Leonardo DiCaprio, der jedoch seine Zustimmung noch nicht gegeben hat.

Seinen Plan, einen Film über den Gucci-Mord zu drehen, hatte Ridley Scott bereits vor zwei Jahren bekannt gegeben. Damals hatte die Familie Gucci mit legalen Aktionen gedroht, wenn der Film den Mord auf für die Dynastie beleidigende Weise dargestellt hätte.

Maurizio Gucci war am 27. März 1995 vor seinem Büro in Mailand auf offener Straße erschossen worden. Laut Anklage war es ein "eiskalt geplantes Verbrechen". Patrizia Reggiani habe es nicht ertragen, von ihrem Mann verlassen worden zu sein und ihren gesellschaftlichen Status als Jetset-Königin verloren zu haben. Sie soll einem Killer für den Mord 258.228 Euro bezahlt haben. Sie selbst beteuerte stets ihre Unschuld und sprach von einer "Verschwörung" der vier anderen Angeklagten gegen sie.

Als Auftraggeberin des Mordes wurde Reggiani zu 26 Jahren Haft verurteilt. Nach Auffassung der Anklagevertretung handelte sie aus "Geldgier, Neid und Hass". Die Frau sitzt seit Anfang 1997 in Mailand im Gefängnis. Seit Jahren kämpfen Reggianis Töchter Alessandra und Allegra um die Freilassung ihrer Mutter aus gesundheitlichen Gründen.

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