Star-Model

,Modelcontest hat mir neues Leben ermöglicht'

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Michael Gstöttner. Er gewann den ersten MADONNA & ÖSTERREICH-Modelcontest. Nun zählt er zur Weltelite im Modelbusiness. Der Talk.

(c) Inge PraderHerzen wie Titelseiten erobert er im Sturm – das Feuerlöschen musste er an den Nagel hängen: Für ein Date mit dem Ex-Feuerwehrmann Michael Gstöttner (25) muss frau nicht mehr zur Brandstifterin mutieren.

Ein Erste-Reihe-Ticket bei einer internationalen Fashionshow wäre hilfreicher: Im Mai dieses Jahres tauschte MADONNA & ÖSTERREICH-Entdeckung Gstöttner seine Feuerwehrkluft gegen feinsten Zwirn. Für den alten Brotberuf bleibt dem gefragten Model keine Zeit.

Der Start ins Modelbiz gelang dem Wiener im November 2006 mit seinem Sieg beim ersten MADONNA & ÖSTERREICH-Modelcontest. Seit damals zählt er zu den meistgebuchten Models der Welt, arbeitet in Mailand, Paris und New York und blickt stolz auf Werbekampagnen für Labels wie Versace, Bally, Zara, Braun und Ermanno Scervino zurück.

Wir trafen das österreichische Supermodel „Made by MADONNA“ nach der Mailänder Fashion Week zum persönlichen Interview über seine Märchenkarriere.

Vor mehr als einem Jahr hast du dich bei unserem Modelcontest beworben. Heute bist du ein Supermodel. Klingt fast wie ein kitschiges Märchen ...
Gstöttner:
Das stimmt (lacht). Nie hätte ich mir das erträumen lassen, dass der Sieg beim MADONNA-Modelcontest mir so ein neues, auf­regendes Leben ermöglicht.

Und ein so erfolgreiches neues Leben! Was waren deine Kar­riere-Highlights?
Gstöttner:
Natürlich mein erster, großer Auftrag mit Starfotograf Mario Testino für die Versace-Parfumkampagne in New York. Dann folgten Shootings für Bally, Zara, Ermanno Scervino, Braun, Calzedonia, Don Gil. Und natürlich zuletzt die Fashion Week in Mailand.

Wie fühlt man sich in so einer berühmten Modemetropole?
Michael Gstöttner:
Total cool, da mir die Mentalität der Italiener sehr liegt. Und es ist viel entspannter als in Paris.

Keinen Streß gehabt?
Gstöttner:
Klar war es anstrengend. Schließlich hatte ich teilweise fünf Castings pro Tag. Aber ich hatte sogar einen eigenen Motorradfahrer, der mich von Termin zu Termin gebracht hat. Das war dann doch ein bisschen leichter und bei dem Verkehr absolut notwendig (lacht).

Hat sich die Düserei wenigstens bezahlt gemacht?
Gstöttner:
Ja, denn ich hatte Tage, an denen ich für vier internationale Designer gelaufen bin!

Von wem wurdest du gebucht?
Gstöttner:
Dolce & Gabbana, Ermenegildo Zegna, Hugo Boss, Iceberg, Krizia, Etro, Scervino und viele, von denen mir der Name nicht einfällt.

Bleibt da noch Zeit für deinen Job als Feuerwehrmann?
Michael Gstöttner:
Leider nicht. Ich habe heuer im Mai kündigen müssen, denn mit dem Modeljob ließ sich das nicht mehr vereinbaren.

Was ist das Erfolgsrezept von Michael Gstöttner?
Gstöttner:
Das ist sehr schwer zu sagen. Ich glaube, dass vielen meine natürliche Ausstrahlung gefällt und dass ich mich nicht in irgendwelche Klischees pressen lasse. Und ab und zu höre
ich auch, dass meine Augen sehr schön sind (lacht).

Findest du dich selbst schön?
Gstöttner:
Es gibt viele Tage, an denen ich mich hässlich finde. Und an anderen bin ich ganz zufrieden mit meinem Aussehen.

Was sich viele MADONNA-Leserinnen fragen: Bist du schon vergeben?
Gstöttner:
Ja (lächelt).

Wie steht deine Freundin zu deinem neuen Job?
Gstöttner:
Natürlich freut sie sich sehr für mich. Aber ab und zu ist sie schon ein wenig eifersüchtig. Vor allem dann, wenn ich lange im Ausland bin.

Aber du bist treu?
Gstöttner:
Klar! Ich bin sehr glücklich mit ihr, und es gibt null Grund zur Besorgnis.

Mittlerweile verdienst du an einem Tag mehr als viele Menschen in einem Jahr. Findest du die hohen Gagen für Models gerechtfertigt?
Gstöttner:
Natürlich verdiene ich mittlerweile sehr gut. Aber: Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die mehr verdienen. Man muss sich nur mal Popstars und Schauspieler ansehen. Und man darf nicht vergessen, dass ich diesen Job ja nicht ewig machen kann und mir viel für die Zukunft zurücklegen muss.

Haben es schöne Menschen im Leben leichter?
Gstöttner:
Beim Modeln ist Aussehen sicher sehr wichtig. Aber sonst habe ich nicht das Gefühl, dass es schöne Menschen im Leben leichter haben. Viel wichtiger ist doch ein selbstsicheres Auftreten. Und das kann jeder lernen.

Im Moment läuft wieder unser großer Modelcontest. Was willst du den Newcomern mit auf den Weg geben?
Gstöttner:
Die jungen Leute dürfen nichts überstürzen. Und auf keinen Fall ihre Ausbildung abbrechen. Und ganz wichtig: Immer am Boden bleiben und nicht vergessen, wer deine echten Freunde sind.

Was macht den Modeljob für dich zu einem Traumberuf?
Gstöttner:
Natürlich das viele Reisen, die interessanten Leute, die man kennenlernt, und das gute Geld, das man dabei verdient.

Welche Ziele hast du dir für die Zukunft gesetzt?
Gstöttner:
Ich möchte weiterhin so erfolgreich bleiben und mein Leben genießen. Und nebenbei habe ich vor, Wirtschaftsrecht zu studieren.
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